MX Rider ist das erste Spiel von Infogrames, das unter dem Atari-Label herauskommt. Man sieht es an den Motorrädern.
Motocross ist ein dreckiger Sport - im wahren und im übertragenen Sinn des Wortes. Jedenfalls kann einem dieser Gedanke bei Infogrames" Motocross-Simulation MX Rider kommen. Da hauen sich die Fahrer gegenseitig um, ohne Strafe fürchten zu müssen. Dem Umstand, dass der Sport auch im wörtlichen Sinne dreckig ist, verdankt das Spiel einige seiner besten Effekte. Besonders die schlammigen Pisten sehen beeindruckend matschig aus. Auch wie die Rennmaschinen den Schlamm hochschleudern und langsam dessen Farbe annehmen, gehört zu den Pluspunkten der Grafik. Das Rennen selbst ist vor allem schnell und unkompliziert. Es gibt wenig zu beachten, am besten, man bleibt immer auf dem Gas, das Lenken und Um-die-Kurven-Sliden hat man dann auch bald heraus. Mit den vielen unterschiedlichen Spielmodi wird das auch nicht so schnell langweilig. Da gibt es die normalen Einzelrennen, die Meisterschaft und die Wettbewerbe. Alles lässt sich sowohl im Motocross als auch im Supercross fahren. In den Wettbewerben gibt es 36 Herausforderungen, die je nach Schwierigkeitsgrad viel Übung erfordern. Wer mehr auf Ästhetik steht, kann im Freestyle-Modus Kunststückchen probieren. Obwohl diese mit nur zwei Tasten gesteuert werden, gibt es eine lange Liste von Stunts. Die meisten erfordern deswegen etwas verwegenere Joypad-Künste. Sowohl Rennen als auch Freestyle geht natürlich auch zu zweit. Grafisch ist das Spiel etwas durchwachsen: Die Bodentexturen und die Fernsicht sind sehr schön, der Rest eher nicht.
