Legends of Wrestling II

Test

Mit acht Mann auf dem Screen wird's langsam und ruckelig. Mit acht Mann auf dem Screen wird's langsam und ruckelig. Gegenüber dem schwachen Vorgänger hat Acclaim einiges verbessert. Die Wrestler wirken nicht mehr so texturarm, Grafikfehler treten nicht mehr so häufig auf und ihr Körperbau variiert der Realität entsprechend viel stärker. Die einzelnen Animationen sind teilweise erstaunlich gut, trotzdem wirken die Bewegungen der Wrestler durch schwache Übergänge insgesamt etwas abgehackt.
Bot der erste Teil nur ein absolutes Minimum an Matcharten, gibt's jetzt immerhin Käfig- und Leitermatches (jeweils mit nur zwei Teilnehmern) und Tag-Team-Kämpfe mit bis zu acht Wrestlern. Konter und Move-Kombinationen sind mit einem Knopfdruck im richtigen Moment machbar. Man muss sich aber erst einmal daran gewöhnen, rechtzeitig zur Anzeige am Bildschirmrand zu schauen. Das Schlagen/Blocken funktioniert nicht so gut wie die Griffe. Generell krankt das Kampfsystem an deutlich zu wenigen Attacken sowie einer seltsamen Kollisionsabfrage.
Der Karriere-Modus verspricht viel, hält aber wenig: In fünf Regionen der USA müssen Sie sich erst einen Namen machen, damit Sie um die jeweiligen Titel antreten dürfen. Das einfach in Szene gesetzte Geplänkel mit den örtlichen Promotern deutet eine Rahmenhandlung an, letztendlich läuft's aber natürlich nur auf diverse Matches hinaus. In diesem Modus spielen Sie einige anfangs gesperrte Superstars frei. Das Freikaufen dieser Bonuswrestler (und einiger anderer Features wie zusätzlicher Outfits) ist neben dem Erfolg im Ring noch an den Erfolg beim Glücksspiel gebunden, was unnötig umständlich ist.

TECHNISCH SCHWACH
Das Spiel wirkt nicht sehr ausgereift: Manchmal fallen Soundeffekte aus und das Laufen wirkt unfertig. So drehen Sich die Wrestler dabei im Zeitlupentempo in die entsprechende Richtung, um dann urplötzlich loszurasen. Auch das Verhalten der Ringrichter irritiert bisweilen, sorgen Sie doch nie für Ordnung im Ring. Bei illegalen Eingriffen von außen tendiert das Spiel stark zu Slowdowns, und generell wird die Darstellung ruckeliger, je mehr Leute im Ring sind. Die helmartige Darstellung von Haaren und das pixelige Blut im Ring wirken zudem einfach nur billig, und die langen Ladezeiten sind bei der Grafik unverständlich. Wenn man die standardmäßig aktivierte NuMetal-Begleitung während der Matches ausschalten will, muss man auch auf die Sprachausgabe der Promoter in den Zwischensequenzen verzichten; einen Audiokommentar gibt's erst gar nicht.
Wenn man in einem Wrestlingspiel schon so Riesenbabys wie Andre the Giant und Abdullah the Butcher einbaut, dann sollte man auch die Spielmechanik entsprechend anpassen. Hier schmeißt jedoch jedes Fliegengewicht die Giganten problemlos durch die Gegend. Da passt es perfekt ins Bild, wenn längst nicht mehr aktive Wrestler teilweise Moves einsetzen, die erst seit kurzem verwendet werden. Witzig ist immerhin das Bonusmaterial: Hier erzählen einige der Altstars Anekdoten aus dem Wrestlerleben und von gruselig klingenden Verletzungen.

Bildergalerie: Legends of Wrestling II
Bild 1-3
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Wertung zu Legends of Wrestling 2 (PS2)

Wertung:

48 /10

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