Einige Rätsel sind richtig dreist aus Genre-Klassikern geklaut.
Die Jagd nach einem Wirtschaftskomplott scheucht Schönling Largo Winch und seine Gefolgschaft durch aller Herren Länder. An den sehr überschaubaren Handlungsorten darf der Spieler hohle Figuren interviewen oder ihnen die Nasen polieren, Minispiele wie Poker oder Schiebepuzzles machen und vor allem Objekte kombinieren. Hat man die Rätselgegenstände erst mal entdeckt, springt einem deren Verwendungszweck sofort ins Auge; zur Not kaut einem Largos Palmtop die relevanten Punkte mit lächerlicher Gewissenhaftigkeit vor. Und da liegt das Hauptproblem des an sich recht soliden Spielablaufs: Wer klassische Adventures liebt, kann die wiedergekäuten Sicherungskasten-, Statuen- und Schlafmittelchen-Rätsel im Halbschlummer lösen; wer solche Puzzles langweilig findet, sollte um den Titel eh einen großen Bogen machen. Damit taugt Largo Winch eigentlich nur für Neueinsteiger, die sich zudem von dem grundkitschigen Vorabendserien-Setting nicht schrecken lassen. Für uns besteht das größte Rätsel jedenfalls darin, warum die allenfalls durchschnittlichen 3D-Hintergründe so träge an der Kamera vorbeiruckeln ...
Bildergalerie: Largo Winch
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