LEGO Horizon Adventures im Test - Nach Astro Bot der nächste Gute-Laune-Hit von Sony

Test Matthias Dammes
LEGO Horizon Adventures im Test - Nach Astro Bot der nächste Gute-Laune-Hit von Sony
Quelle: PC Games

Kurz nach dem Horizon: Zero Dawn Remaster, geht es auch schon im Ableger LEGO Horizon Adventures weiter. Matthias hat das Gute-Laune-Abenteuer getestet.

Schon vor über zwei Jahren schlossen sich die Entwickler von Guerrilla Games mit LEGO zusammen, um mit dem Tallneck ein Horizon-Bauset herauszubringen. Sehr passend zur wenige Monate zuvor erfolgten Veröffentlichung von Horizon: Forbidden West. Als großer Horizon-Fan habe ich damals auch direkt zugeschlagen und seitdem steht der Tallneck hier im Büro an meinem Platz. Leider folgten daraufhin keine weiteren Sets. Dabei bieten sich die vielen verschiedenen Maschinen der Welt von Horizon ja geradezu an. Ich würde liebend gerne ein paar Stunden damit verbringen, einen LEGO Thunderjaw zusammen zu klemmen.

Immerhin geht die Zusammenarbeit zwischen den dänischen Klemmbaustein-Spezialisten und dem niederländischen Entwicklerstudio zumindest im digitalen Raum weiter. Als im Sommer LEGO Horizon Adventures (jetzt kaufen 22,74 € ) angekündigt wurde, war ich sofort begeistert von der Idee. Die LEGO-Spiele versprachen in der Vergangenheit immer sehr viel Spaß und kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, mit Aloy und ihren Freunden auf LEGO-Maschinenjagd zu gehen. Inzwischen habe ich das Spiel ausführlich durchgespielt und wurde nicht enttäuscht.

Wenn die Matriarchin mit Hühnern wirft

Das Setting und die Story sind von Horizon: Zero Dawn inspiriert, dem ersten Teil der Reihe. Als ich im Sommer einen kurzen Ausschnitt anspielen konnte, hatte ich noch den Eindruck gewonnen, dass die Entwickler im Grunde die Handlung des ersten Teils mit einigen dem LEGO-Style entsprechenden Anpassungen nacherzählen.

Aber dem ist in keiner Weise so. Bis auf ein paar vergleichbare Aspekte wie Aloys mutterlose Herkunft, Helios als Gegenspieler und den Drang, die Welt retten zu müssen, macht Horizon Adventures im Großen und Ganzen doch sein eigenes Ding.

Das liegt sicherlich auch daran, dass LEGO-Spiele ein eher jüngeres Publikum ansprechen sollen. Entsprechend kindgerecht ist die Story aufbereitet und viele der eher komplexen Thematiken des großen Vorbilds werden ausgespart. Um dabei auch den typischen Humor rüberzubringen, haben sich die Entwickler auch nicht gescheut, ihre Charaktere durch den Kakao zu ziehen oder charakterlich stark zu verändern.

So wird Nora-Matriarchin Teersa zu einer abenteuerlustigen Anführerin mit einem Hang zu explodierenden Hühnern. Übel mitgespielt wurde in meinen Augen dem armen Varl, der als Tollpatsch und Naivling für die Lacher sorgt, was aber bei Kindern vermutlich sehr gut ankommt.

Rost und Aloy Quelle: Sony Interactive Nun bin ich mit meinem fortgeschrittenen Alter vielleicht nicht die direkte Zielgruppe, aber als Fan von Horizon hatte auch ich meinen Spaß. Das Spiel ist einfach ein Gute-Laune-Erlebnis, in dem ich zwischen den düsteren und tragischen Abenteuern erwachsener Spiele gerne für eine Weile entspanne. Ein Vorteil als Erwachsener mit entsprechenden Sprachkenntnissen ist auch der Genuss der englischen Sprachausgabe.

Nicht falsch verstehen: Die deutsche Vertonung ist völlig in Ordnung, auch wenn ich mangels Erwähnung im Abspann nicht genau nachvollziehen kann, wie viele Sprecher aus Zero Dawn wieder vorkommen. In der englischen Fassung sind viele der Original-Sprecher wieder dabei und da profitiert das Spiel in meinen Augen sehr stark vom komödiantischen Talent von Aloy-Sprecherin Ashly Burch, das sie auch schon in Rollen wie Tiny Tina in Borderlands unter Beweis gestellt hat.

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