Sogar mit einem Spyder darf man durch die Stadt brettern.
Nachdem man sich zuletzt auf Actionspiele konzentriert hatte, wagt sich Midway nun erneut an das beliebte - aber bereits mehrfach hochkarätig besetzte - Rennspielgenre. Dazu nahmen die Amerikaner ihre eingemottete Spielhallenserie Rush und hauchten dieser mit L.A. Rush neues Leben ein. Für das Revival unterzogen die Entwickler den Titel einer Frischzellenkur und passten ihn mit lizenziertem Tuning-Part und Hip-Hop-Style stilistisch an die Gegenwart an.
Hey, wo ist mein Auto?
Wie viele Menschen hat auch der neureiche Trikz eine Sammelleidenschaft: Autos. Keine Modellwagen, versteht sich, sondern richtige Benzinschleudern. Zumeist Prunkstücke amerikanischer Autobaukunst aus Fabriken von Buick, Oldsmobile, Chevrolet oder Dodge. Seine Vergangenheit als Fahrer bei illegalen Straßenrennen brachte ihm Ruhm, Geld und einen umfangreichen Fuhrpark. Einer seiner Feinde, ein ziemlich schmieriger Typ namens Lidell, zerstört Trikz' Imperium: Eines Tages fehlen nicht nur alle Autos in Trikz' Garage, auch seine Villa wurde ausgeräumt.
Orientierungshilfen
Wie Sie sicher schon vermuten, schlüpfen Sie in die Rolle von Trikz und beweisen bei jeder Menge Autorennen, dass Trikz immer noch der König der Straße ist. Die Rennen finden quer verstreut über fünf Stadtteile von Los Angeles statt. Die Treffpunkte für die Rennevents erkennen Sie auf der kleinen Karte durch sich bewegende Symbole, anhand derer Sie sich in der Stadt orientieren können. Ein GPS-System lotst Sie auf Wunsch durch die Stadt.
Freie Fahrt
Im ersten Rennen haben Sie die Chance, Ihre ersten 500 Dollar zu gewinnen. Bereits hier zeigt sich die interessante Eigenheit von L.A. Rush. Die Strecken der Straßenrennen sind nicht wie bei Need for Speed Underground so abgesperrt, dass Sie sich wie auf einem festgelegten Rennkurs bewegen, vielmehr fahren Sie von Markierung zu Markierung. Dem regen Stadtverkehr gilt es dabei natürlich auszuweichen. Crashs kosten Zeit und stören den Spielfluss gehörig, wirken sich aber nicht weiter auf das Fahrverhalten aus. Zwischendurch gibt es kleine Rachemissionen, in denen Sie während eines Zeitlimits versuchen, Lidell Schaden zuzufügen, indem Sie beispielsweise Plakate oder ein Riesenrad zerstören. Zusätzlich wurde dem Spiel noch ein Tuning-Part spendiert, der sich aber wenig spektakulär präsentiert, trotz Lizenz von West Coast Customs (Sie wissen schon, die aus MTVs Pimp my Ride). Rollen Sie bei den Jungs vor, dürfen Sie gerade mal auswählen, dass Sie tunen möchten. Die Art des Tunings ist aber vorgegeben.
Nur für Rennspielnarren
Das Fahrzeughandling funktioniert wirklich ausgezeichnet. Leider läuft das Datenstreaming während des Spiels nicht glatt, sodass es zu kleinen Rucklern kommt. Zudem geht teilweise die Framerate in die Knie. Insgesamt mag daher kein so rechter Spielfluss aufkommen. Der spartanische Zweispielermodus ist nicht mehr als eine nette Dreingabe.
