Niederlage im Kampf um Herr der Ringe, Game of Thrones und Co. - die größte Übernahme in der Geschichte Hollywoods muss warten
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Die EU sagt ja, die Amis haben große Bedenken: Der Kampf um Herr der Ringe, Game of Thrones und Co. geht weiter.
Diese Übernahme wird Hollywood für immer verändern. Falls sie denn tatsächlich stattfindet. Im Kampf um die Akquise von Warner Bros. Discovery (den einst Netflix kurzzeitig für sich entschied) musste Paramount Skydance jüngst einen Rückschlag hinnehmen. Es geht nicht nur um 110 Milliarden US-Dollar und die Rechte an einigen der wichtigsten Film- und Serien-Franchises, sondern auch darum, wie die Machtverhältnisse in Hollywood künftig aufgeteilt sind.
Welche Filme und Serien gehören zu Warner?
Die Liste der wichtigsten Franchises, an denen Warner Bros. Discovery die Rechte hält, ist ellenlang. Da hätten wir zum Beispiel das DC Universe als einzige halbwegs ernstzunehmende Konkurrenz zu Marvel mit Superman, Supergirl, Aquaman, Wonder Woman oder auch Batman. Die Filmrechte an Der Herr der Ringe und alles, was mit Game of Thrones zu tun hat, gehören ebenfalls zum Portfolio von Warner. Ganz zu schweigen von Harry Potter, Dune oder Mortal Kombat. Sind all diese Marken 110 Milliarden US-Dollar wert?
Wie weit ist die Übernahme von Warner durch Paramount?
Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass sich Paramount Skydance mit der Übernahme auch HBO Max, einen der vier großen Streamingdienste, unter den Nagel reißen würde. All das könnte zu weniger Konkurrenz in Hollywood und zu steigenden Preisen für die Zuschauerinnen und Zuschauer als Endverbraucher führen. Das befürchten zumindest die Kartellbehörden in den USA.
Laut Berichten sollte die Übernahme eigentlich bereits am 22. Juli 2026 über die Bühne gehen. Auf Antrag von zwölf Staatsanwälten aus verschiedenen Bundesstaaten der USA wurde das Verfahren allerdings erst einmal ausgesetzt. Paramount Skydance bezeichnet all das als fundamental falsche Anwendung der Kartellgesetze. Die Gegenseite gibt sich allerdings mehr als kämpferisch.
"Mit unserer Klage kämpfen wir für einen freien und fairen Markt und für eine florierende Film- und Fernsehindustrie, die auf Kreativität setzt und den Interessen des Publikums gerecht wird. Wir sind voller Energie, das Gesetz ist auf unserer Seite, und wir freuen uns darauf, diesen Fall weiterhin auszutfechten", so einer der Staatsanwälte. Paramount Skydance sieht das erwartungsgemäß etwas anders.
Mit der Akquise von Warner Bros. Discovery möchte man sicherstellen, gegenüber Disney und Netflix weiterhin konkurrenzfähig zu sein, was zu einem ausgeglicheneren Wettbewerb führen würde. In den USA zieht sich das Verfahren, in Europa konnte hingegen ein Durchbruch erzielt werden. Unter bestimmten Bedingungen wurde die Übernahme seitens der EU genehmigt.
Quellen: Europäische Kommission, NBC News
