Legacy of the Forge im Test: Willkommen im Schmiedeparadies von Kingdom Come: Deliverance 2

Test Matthias Hable Annika Menzel
Legacy of the Forge im Test: Willkommen im Schmiedeparadies von Kingdom Come: Deliverance 2
Quelle: PC Games

Die neue Erweiterung für Kingdom Come Deliverance 2 fügt dem Spiel eine neue, rund 20-stündige Story hinzu. Diesmal muss Protagonist Heinrich allerdings nicht das Königreich retten, sondern wird mit seinen Wurzeln konfrontiert.

Das Rollenspiel-Epos Kingdom Come: Deliverance 2 dürfte schon jetzt für viele ein Kandidat für das Spiel des Jahres sein. Nach dem ebenfalls guten, aber noch nicht so ausgereiften ersten Teil gelang es Entwickler Warhorse Studios endlich, ihre Vision des realistischen Mittelalterspiels umzusetzen.

Eine würdige Erweiterung für den Rollenspiel-Hit?

Mit dem zweiten Teil fand Heinrichs Geschichte nun einen Abschluss. Ganz vorbei ist es allerdings noch nicht. Es dürfte die wenigsten Spieler überrascht haben, dass noch eine Roadmap mit DLCs folgen würde. Auf der diesjährigen Gamescom stellte das tschechische Entwicklerstudio die Erweiterung Legacy of the Forge vor.

Allerdings ist das nicht der erste DLC für Kingdom Come Deliverance 2. In der ersten Erweiterung Brushes with Death lernt Heinrich den rätselhaften Künstler Voyta kennen und wird zudem mit dem Bemalen von Schilden vertraut gemacht. Auch hier erlebt ihr wieder eine schöne Geschichte.

Die ist allerdings relativ kurz und verblasst etwas im Vergleich mit den spannenderen Quests im Hauptspiel. Legacy of the Forge hingegen ist vom Umfang her deutlich länger und bringt neue interessante Mechaniken ins Spiel, auf die wir noch genauer eingehen werden.

Worum geht es in Legacy of the Forge?

Wie der Name vermuten lässt, dreht sich im neuen DLC alles rund ums Schmieden. Wir erinnern uns: Bevor Heinrich in die Dienste des Adels trat und sich der Rebellion gegen König Sigismund anschloss, war er Schmiedelehrling im Dörfchen Skalitz. Dort half er vor allem seinem Ziehvater Martin, einem talentierten, aber bescheidenen Schmied.

Die Story der neuen Erweiterung ist etwas bodenständiger als im Hauptspiel, was wir sehr erfrischend fanden. Quelle: PC Games Die Story der neuen Erweiterung ist etwas bodenständiger als im Hauptspiel, was wir sehr erfrischend fanden. Besagter Martin arbeitete einst in einer Schmiede in Kuttenberg und war dort ziemlich beliebt. Durch ein Feuer wurde jedoch ein Großteil der Schmiede zerstört und die Arbeit darin musste aufgegeben werden. Die früheren Mitarbeiter der Schmiede verstreuten sich darauf in alle Richtungen.

Nur Magdalena, die Witwe des früheren Besitzers der Schmiede, blieb zurück und wohnt immer noch in der Ruine. Sie spielt eine wichtige Rolle in der neuen Erweiterung, denn sie wendet sich schließlich an Heinrich und möchte, dass die Arbeit in der Werkstatt wieder aufgenommen wird.

Das ist jedoch leichter gesagt als getan, denn viel ist nicht mehr übrig vom alten Glanz der Schmiede. Das abgebrannte Gebäude am Stadtrand bietet einen trostlosen Anblick - kein Wunder also, dass sich niemand bemüht hat, es wieder aufzubauen. Das soll sich nun mit Heinrichs Hilfe ändern.

Wenn ihr euch die astronomische Uhr am Rathaus von Kuttenberg genauer anschaut, werdet ihr feststellen, dass sie nicht funktioniert. Von Magdalena erfahrt ihr, dass sie bereits vor Jahrzehnten stehengeblieben ist. Alle Versuche, sie zu reparieren, blieben bisher erfolglos.

Ungefähr 20 Jahre vor der Handlung in Kingdom Come: Deliverance 2 gab es nochmal einen Versuch, sie wieder in Gang zu bringen. An diesem war auch Martin beteiligt, der vom Erfolg der Reparatur überzeugt war. Doch auch dieser scheiterte. Nun liegt es an euch, es erneut zu versuchen.

Die astronomische Uhr von Kuttenberg spielt eine wichtige Rolle in der Erweiterung. Sie ist übrigens inspiriert von der Uhr am Prager Rathaus, die ihr dort heute noch sehen könnt. Quelle: PC Games Die astronomische Uhr von Kuttenberg spielt eine wichtige Rolle in der Erweiterung. Sie ist übrigens inspiriert von der Uhr am Prager Rathaus, die ihr dort heute noch sehen könnt.

Schmiede- und Gildenaufträge

Doch bis dahin liegt noch ein langer Weg vor euch. Die alte Werkstatt erhaltet ihr nämlich nur, wenn ihr Mitglied in der Gilde der Kuttenberger Schmiede seid - und die nimmt nicht jeden Hinz und Kunz bei sich auf. Also müsst ihr eine Aufnahmeprüfung bestehen, die aus einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht.

Der mündliche Teil sollte keine große Herausforderung sein für euch sein, wenn ihr etwas in den Gesprächen mit den Schmieden aufgepasst habt. Meisterschmied Buschek übergibt euch außerdem ein Buch, mit dem ihr euer Wissen auffrischen könnt.

Der praktische Teil ist schon etwas schwieriger. Denn hierfür sollt ihr ein Langschwert für die Gilde schmieden. Das ist gar nicht so einfach, wenn euch dabei von der Gilde genau auf die Finger geschaut wird. Habt ihr alle bürokratischen Hürden beseitigt, kann das große Schmieden beginnen.

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