King of Meat angespielt - Koop-Action, Chaos und Community-Level

Special Tobias Meyer
Komstruct Maskottchen
Quelle: Amazon Games

King of Meat" mixt schräge Parcours, Klopperei und Community-Levelbau zu einem chaotischen Partygame für bis zu vier Spieler - irgendwo zwischen Fall Guys, Gang Beasts und Takeshi's Castle. Ob das reicht, um zu überzeugen, bleibt offen.

Hacken und Kloppen

Noch salziger wird es wohl in den Hack-and-Slay-Levels. Hier steht weniger das eigene Geschick als eher die bloße Klopperei im Vordergrund. Ausgerüstet mit einer Hieb- und einer Schusswaffe geht es mit versammelter Mannschaft von Raum zu Raum und von Gegnerwelle zu Gegnerwelle.

Als Widersacher stellen sich Skelette mit unterschiedlichen Fähigkeiten in den Weg. Die sind nach ein paar wenigen Schlägen erledigt und sorgen höchsten in Massen zu Problemen.

Gegner fliegt aus dem Dungeon Quelle: Amazon Games Dank verschiedener Fähigkeiten, wie einem Rundumschlag oder einem Powerrülpser, kam unser Squad nie wirklich in die Bredouille. Wenn, dann lag es nicht an den Gegnern, sondern am eigenen Versagen.

Viel spektakulärer wird es dann aber auch nicht mehr. Man prügelt sich eben von A nach B, legt in Raum C einen Schalter um und haut dann den nächsten Skeletten auf die Schädeldecke.

Der meiste Spaß in unseren Runden kam vorwiegend durch die Spieler selbst auf, weniger durch die Welten oder Maps. Eben solche Momente, wenn ein Spieler mal wieder dämlich in ein Becken voller Lava fällt oder man in einen Käfig voller Skelette gesperrt wird.

Community first

Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht so dramatisch. Immerhin möchten die Entwickler die Community in den Vordergrund stellen. Schaut man auf Spiele wie Fall Guys, muss man eben auch sagen, dass die Karten an sich recht unspektakulär sind. Auch wenn der Vergleich etwas hinken mag, ist doch die Steuerung der bunten Bohnen im Epic Spiel der Star.

Platzierung von Gegnern Quelle: Amazon Games Es ist ein Spiel mit dem Feuer, sich zu sehr auf die Community zu verlassen. Schließlich kann man so eine Entwicklung nicht künstlich erzwingen. Eine Community muss wachsen, gefallen am Spiel finden, sich hineinfuchsen und gegenseitig befruchten.

Von Haus aus liefert das Spiel immerhin 100 verschiedene Dungeons. Wenn man für jeden davon etwa 15 bis 20 Minuten benötigt, kommt man immerhin auf ca. 25-30 Stunden Spielzeit. Man ist also nicht komplett auf Levels aus der Community angewiesen.

Bau auf, bau auf

Der Baukasten kann von jedem Spieler genutzt werden. Im Vergleich zu manch anderen Spielen ist er auch schnell verstanden, und die ersten Dungeons sind rasch gebaut. Per Klick wählt man einen Raum aus und kann ihn nahtlos an einen anderen Raum anbauen. Im Anschluss kann dieser mit verschiedensten Designs, Accessoires und natürlich Fallen verschönert werden. Je nach Belieben fehlen dann nur noch die Gegner, und die eigene Kreation kann getestet werden.

Kreativmodus Quelle: Amazon Games Damit ein Dungeon veröffentlicht werden kann, muss er vom Schöpfer einmal selbst von Anfang bis Ende bestritten werden. Wenn unterwegs doch noch Probleme auffallen sollten, kann man direkt an der jeweiligen Stelle den Editor öffnen und auch wieder einsteigen. Das macht das Designen eigener Levels flott und intuitiv.

Besonders spannend ist dabei, dass Verbindungen - etwa von einem Schalter zu einer Tür - simpel gelöst sind. Von einem Schalter aus kann man mehrere unsichtbare Kabel verlegen, die jeweils A/B-Werte haben - zum Beispiel an/aus. Andere Objekte, wie Feinde, haben ebenfalls A/B-Einstellungen. Hier kann dann eben bestimmt werden, ob die Feinde beispielsweise spawnen oder krepieren sollen. Mit zwei Schritten kann ein Schalter also eine Tür öffnen und gleichzeitig Gegner spawnen lassen. Wer eine kreative Ader oder eine Neigung dazu hat, Spieler zu quälen, wird hier seinen Gefallen finden.

Kreativmodus Quelle: Amazon Games

Hopp oder Top

Ein genauer Release-Termin steht noch nicht fest. Was sich bisher sagen lässt: King of Meat ist ein solider Koop-Plattformer, dem bisher aber immer noch das gewisse Etwas fehlt. Die verschiedenen Dungeons sind stellenweise recht unterhaltsam, am Ende fühlten sie sich aber immer eher nach Beschäftigungstherapie an - keine verschwendete, aber auch keine gehaltvolle Zeit. Einfach Zeit, in der man ein paar Knöpfchen gedrückt hat und ein paar visuelle Reize abbekommen hat.

Das Community-Building und der Baukasten werden die ausschlaggebenden Faktoren sein, ob King of Meat zum Hit auf Steam, Twitch und Co. wird oder direkt wieder in der Versenkung verschwindet.
Transparenzhinweis: Amazon Gaming zahlte die Anreise für den Besuch des Vorschau-Events.

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