Eidos- Wellenduelle sind nichts für Spieler mit Hang zur Seekrankheit.

Test Stefanie Schetter

Im Arcade-Modus dürfen Sie keinen Checkpoint auslassen. Im Arcade-Modus dürfen Sie keinen Checkpoint auslassen. Die Fahrer, Boote, Felsschluchten und palmenüberhangene Paradiesbuchten von Eidos" Motorbootrennspiel sehen mindestens ebenso gut aus wie die aus Splashdown und das schon surreal kristallene Wasser lädt förmlich zum Badeausflug ein. Bei bis zu acht Fahrern auf den Parcours flimmern die Rennen mit konstanten 50 Frames über den Schirm, wobei das Bild allerdings leicht flackert. Als wir den nervigen Kommentator und den hektischen Techno-Soundtrack auf eine unaufdringlichere Lautstärke gedrosselt und das Steuer unseres Bootes in die Hand genommen hatten, kühlte die Begeisterung dann langsam auf Badewannentemperatur ab. Hintergrundnebel haben die Entwickler peinlich gemieden - sogar die Mehrspielerduelle laufen vorbildlich! Aufgrund des kurven- und hindernisreichen Kursverlaufskann man jedoch meist nur wenige Dutzend Meter weit sehen. Das wirkt sich vor allem auf den Spielablauf ungünstig aus, denn die Fahrzeuge werden auf den Wogen wie Korken hin und her geworfen; wer die regelbare Wellenstärke auf "hoch" stellt, kann so auch jenseits der Rampen enorme Luftsprünge hinlegen. Das wäre an sich sehr spaßig, doch da sich Steuerung maßgeblich auf Gasgeben (Boot fährt), Gasloslassen (Boot steht) und Kippbewegungen beschränkt, ist man den Launen der Ozeane ziemlich hilflos ausgeliefert. Wer sich wegen mangelnder Übersicht aus den Kurven tragen lässt oder zu viele Bojen verpasst, fliegt schnell aus dem Rennen. Es bleibt also nicht viel anderes übrig, als mit Gewalt der Strömung entgegenzulenken, um Bojen und Hindernisse möglichst eng zu umschiffen. Immerhin hält sich Ihre Figur wie ein Stehaufmännchen im Sattel, solange Sie sie nicht frontal gegen einen Schiffsrumpf setzen. Außerdem hilft es, Fahrzeug und Fahrer hinsichtlich Geschwindigkeit, Wendigkeit, Standfestigkeit und Trick-Talent zu tunen. Generell haben Sie die Wahl zwischen wendigeren "Stand-Up"-Jet-Skis und den ausladenden "Runabouts" sowie zwei Schwierigkeitsklassen. Die Profi-Liga sowie sämtliche Kurse und die meisten Fahrer müssen Sie erst freispielen, indem Sie in den Etappen des Meisterschafts- und des Arcade-Modus die ersten Plätze belegen. Stunts lohnen sich nur im Freeride-Modus: Wenn Sie rechtzeitig die chaotischen Tastenkombinationen aus Ihrem Handbuch drücken, bekommen Sie hier Punkte von der Jury.

Bildergalerie

Wertung zu Jet Ski Riders (PS2)

Wertung:

75 /10

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