Natürlich fehlt der
serientypische Humor auch hier nicht.
Das neue Spiel aus Sonys beliebter Serie um das Duo Jak und Daxter überrascht: Jak X entpuppt sich als reinrassiges Rennspiel. Wer Jak 3 gespielt hat, wird sich an die Missionen in der Wüste erinnern, bei denen Jak im Buggy unterwegs war und vom Artfakteaufsammeln bis zum Rennenfahren sehr vielfältige Aufgaben lösen musste. Dies nahm Naughty Dog als Basis für das etwas aus der Reihe fallende Jak X und bastelte darum ein Rennspiel, das sich wie eine Mischung aus Super Mario Kart und Burnout Revenge spielt.
Jak fährt um sein Leben
Chronologisch ist Jak X etwas nach den Ereignissen in Jak 3 angesiedelt: Jak, Daxter und deren Weggefährten aus den vergangenen Teilen sind zur Testamentseröffnung des vor kurzem verstorbenen Gangsterbosses Kras geladen. Dessen letzter Wille ist es, dass sein Team einmal die Kras City Grand Championship gewinnt. Weil Kras die fehlende Kooperationsbereitschaft der Auserwählten erahnt hat, mischte er dem servierten Wein ein langsam wirkendes, tödliches Gift bei - das Gegengift gibt es erst nach dem Sieg der Meisterschaft! Kras' neues Rennteam ist damit zum Siegen verdammt.
Rennen ohne Gnade
Während der normalen Rennen genügt es, als Erster am Ziel anzukommen.
Im umfangreichen Tutorial wird Ihnen erklärt, wie die auf der Strecke verstreuten Items eingesetzt werden. Rotes Eco befeuert Ihre rückwärts gerichtete Waffe. Dadurch können Sie beispielsweise Minen legen oder einen Schutzschild um Ihren Renner aufbauen. Was genau es wird , entscheidet das Zufallsprinzip, wenn Sie neue Energie aufsammeln. Nach dem gleichen Muster funktioniert die nach vorne gerichtete Waffe, die mit gelbem Eco betrieben wird.
Dort können Sie beispielsweise MGs oder Raketen abfeuern. Die Rennen bestreiten Sie immer mit buggyähnlichen Fahrzeugen, die für die teilweise abenteuerlichen Pisten bestens beschaffen sind. Sie fahren über Buckelpisten, durch Städte, über richtige Straßen oder durch die Wildnis, um ins Ziel zu kommen. Die zu bestehenden Wettbewerbe sind sowohl normale Rennen oder Grand Prix, als auch illustre und spaßige Disziplinen wie Freeze Rallye (Sie fahren allein gegen die Uhr um einen Kurs, auf dem Medaillen kurzfristig die Zeit einfrieren) oder auch Deathmatches, in denen der letzte Fahrer in einer Arena gewinnt.
Ihnen stehen mehrere Flitzer zur Verfügung, die Sie den Anforderungen des nächsten Wettbewerbes gemäß auswählen können. Und weil das zurzeit einfach hip zu sein scheint, dürfen Sie Ihre Buggys im Aussehen und in der Leistung aufmotzen.
Rennspaß mit leichten Macken
In dieser Disziplin muss man Items aufsammeln, die die laufende Zeit einfrieren.
Leider zeigen sich im Einzelspieler-Modus leichte Macken. Das Fahrverhalten der Wüstenrenner erfordert jede Menge Übung, bis man ordentlich durch die Kurse kommt. Zu oft rutscht man am Anfang so unglücklich um die Kurven, dass man schließlich entgegen der Fahrtrichtung steht. Entsprechend gute Streckenkenntnis ist zusätzlich notwendig.
Zudem erkennen Sie von Gegnern platzierte Hindernisse mitunter viel zu spät, um noch ausweichen zu können. Im Mehrspieler-Modus nimmt das Spiel aber schließlich die Hit-Hürde: Per Splitscreen, im LAN oder per Internet rasen Sie mit bis zu fünf Mitspielern um den Sieg. Dank der vielfältigen Extras eine gute PS2-Alternative zu Mario Kart.
