Infamous 2 im Test: Die Schwächen des Sony-Actionspiels - plus Wertung

Test Sascha Lohmüller

Infamous 2 im Test für PlayStation 3: Ein Superheld mit Elektro-Kräften, eine frei begehbare Stadt, Terroristen, Monster und jede Menge Action - das sind die Zutaten des zweiten Infamous-Teils!

Das hat uns an Infamous 2 nicht gefallen:

Steuerung:
Bitte versteht uns an dieser Stelle nicht falsch: Sowohl der Einsatz von Superkräften als auch der Nahkampf gehen sehr komfortabel und locker von der Hand. Mit der Fortbewegung hapert es allerdings manchmal. Cole ist ein Superheld und als solcher bewegt er sich sehr artistisch fort. Er hangelt sich an Strommasten und Wänden hoch und balanciert auf Pfählen und Geländern, als wäre es nichts. Erreicht wird dies dadurch, dass Cole automatisch nach nahegelegenen Vorsprüngen und dergleichen greift beziehungsweise auf ihnen landet. So weit, so gut. Hakelig wird es jedoch, wenn ihr etwa zwischen zwei Pfosten hindurch springen oder auf einer Treppe statt auf dem Geländer landen wollt. Dann nämlich macht euch die Steuerung einen Strich durch die Rechnung und wird unnötig kompliziert – gerade in hektischen Situationen ein Frustfaktor.

KI:
Die KI in Infamous 2 ist leider eine zwiespältige Angelegenheit. Die KI in Infamous 2 ist leider eine zwiespältige Angelegenheit. Die KI in Infamous 2 ist leider eine zwiespältige Angelegenheit. Im Normalfall verschanzen sich die Herren und Damen (und Monster-Glibberviech-Mutanten) vernünftig, weichen euren Geschossen und Granaten aus und fallen euch auch schon mal in die Flanke. Dann gibt es aber wiederum Szenen, in denen KI-Feinde mitten auf der Straße stehen, statt in Deckung zu gehen. In einem Fall passierte es sogar, dass ein Zwischenboss vor eine Wand lief und dort regungslos und unverwundbar stehen blieb – sehr ärgerlich und eigentlich einer fertigen Version unwürdig. Zivilisten hingegen scheinen in New Marais im Schnitt äußerst dämlich zu sein. Regelmäßig laufen sie euch direkt in eure Nahkampf-Kombo, treten auf Granaten oder laufen panisch direkt auf einen Bossgegner zu. Das könnte euch ja im Grunde egal sein. Ist es aber nicht, denn wenn ihr Passanten verletzt oder gar tötet, hagelt es negative Karmapunkte. Gerade für Leute, die das Spiel als rechtschaffener Streiter beenden wollen, ist dies ein Ärgernis.

Story:
Ja, die Story haben wir auch bei den Pluspunkten stehen, aber keine Angst, wir sind nicht dement geworden. Denn so atmosphärisch und inszenatorisch nett die Geschichte auch präsentiert wird, gerade im Anfangsdrittel klafft so manches Loch in der Handlung und die Einschnitte zwischen zwei Story-Elementen sind viel zu grob. So stirbt etwa kurz nach Spielstart ein wichtiger Charakter. Erwähnt wird dies nur kurz in einer Zwischensequenz und einem anschließenden Gespräch. Danach geht es mit etwas völlig anderem weiter. Auch die Beziehungen der Charaktere untereinander wirken zu Beginn oft oberflächlich und konstruiert. Erst im späteren Verlauf ergibt sich ein vernünftiger Fluss der Ereignisse.

Bildergalerie

Wertung zu Infamous 2 (PS3)

Wertung:

87 /10
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