Jesus-Simulator I Am Jesus Christ ersteht mit neuer Demo von den Toten auf
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Die Rückkehr Christi steht bevor - zumindest virtuell. Der totgeglaubte Jesus-Simulator I Am Jesus Christ meldet sich nicht nur mit einem Lebenszeichen, sondern gleich mit frischer Demo samt Release-Zeitfenster zurück.
Über zwei Jahre ist es schon her, dass wir uns mit unserer blasphemischen Vorschau zum Jesus-Simulator I Am Jesus Christ ein Ticket ins Fegefeuer gesichert haben. Das Spiel will die wichtigsten Punkte im Leben des sandalentragenden Messias erzählen und spielbar machen, beginnend mit seiner Begegnung mit Johannes dem Täufer und bis hin zu Tod und Auferstehung.
Das simple Gameplay besteht aus Dialogen, Minispiel-Wundern wie der Fischevermehrung oder der Weinverwandlung, und dem Sammeln von Aposteln. Von der ursprünglichen (und reichlich bizarren) Demo waren wir damals durchaus gut unterhalten, aber vermutlich nicht auf die Weise, wie es die Schöpfer intendiert hatten:
Genau wie beim seit 2000 Jahren abwesenden Protagonisten waren wir uns danach allerdings nicht mehr sicher, ob da überhaupt noch was kommt. Es gab kleinere Posts und ein Buch zum Spiel voller KI-Bilder und Bibelzitate, aber nichts Handfestes, Spielbares mehr.
Anderthalb Jahre des Schweigens vergingen daraufhin, bis die Entwickler erneut zu ihren Aposteln sprachen. Die Botschaft war vielversprechend: Habt keine Furcht, denn ein neues Team arbeitet weiter unermüdlich am prophezeiten Jesus-Abenteuer. Dem war es auch bereits gelungen, die geplante Open World ins Spiel zu integrieren - ein Wunder, war unser letzter Ausflug nach Nazareth doch noch von holprigen Szenenwechseln per Teleport durchzogen.
Zudem sollten schon bald neue Playtests bevorstehen. Gottes Hand manövrierte unseren Mauszeiger natürlich sofort auf "Zugriff anfordern", und unsere Gebete wurden vor wenigen Tagen endlich erhört: Die Pforten zum Probespiel standen uns offen.
In knapp einem Monat dürft auch ihr euch ein "Bild von ihm machen", ganz ohne Einladung. Am 24. Juli erscheint nämlich die neue Demo auf Steam.
Der virtuelle Jesus lebt
Der aktuelle Playtest beinhaltet weniger Content als die ursprüngliche Prolog-Demo, allerdings ist das, was da ist, ein gutes Stück polierter. Die Unreal-Engine-5-Grafik von I Am Jesus Christ performt deutlich besser und die zu Minispielen umfunktionierten Wunder gehen sauber und mit verständlicheren Tutorials von der Hand.
Um die, nennen wir sie mal ketzerisch "Zauberkräfte" freizuschalten, lösen wir nun kleine Rätsel, in denen oft Bibelkenntnisse abgefragt werden. Außerdem ist die Spielwelt frei begehbar - zwar nur als interaktionsarme Kulisse, aber immerhin.
Fast schon schade: Die teils unbeschreiblich miese Synchro der ersten Demo wurde auch überarbeitet. Die neuen Sprecher klingen zwar nicht besonders enthusiastisch, aber auch nicht mehr, als wären sie auf einem Raststättenklo mit dem Mikrofon eines Nintendo DSi aufgezeichnet worden. Zumindest hatten wir noch Grund zu lachen, als wir das Dialogrätsel eines NPCs lösten und er uns entgegnete: "Nailed it". In dem Kontext vielleicht nicht die beste Formulierung.
Ansonsten zeigt uns der Playtest leider nicht mehr viel. Die Heilung eines Kindes, bei der wir uns in dessen Körper teleportierten, der seltsame Kampf gegen die leuchtende Satanskugel in der Wüste, die Physikpuzzles - all das gibt's in der neuen Demo nicht. Insgesamt ist der Eindruck "seriöser", aber damit auch nicht mehr so unfreiwillig komisch. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, liegt wohl im Auge des Betrachters.
Unser Auge weint dem trashigen Appeal der alten Demo schon hinterher - aber mit den über 30 spielbaren Wundern, die die Vollversion bieten soll, ist ja durchaus noch Potenzial für Situationskomik vorhanden.
Wir sind jedenfalls immer noch gespannt, was uns im fertigen Spiel erwartet - und ob das am Schluss alles doch nur ein großer Scherz ist. Wenn das neue Team seinen Zeitplan einhält, kommt Jesus auch tatsächlich noch in diesem Jahr zurück - im vierten Quartal, um genau zu sein. Na, Prost Halleluja.
