Heroes of Mana

Test Katharina Pache

Ärger im Paradies: Rettet friedliche Fantasyreiche vor dem Untergang!

Heroes of Mana Roget ist ein Held. Er ist mutig, stark und hat einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, weswegen er mitsamt vier Begleitern auf eine streng geheime Mission nach Ferolia geschickt wurde, das Land der Biestmenschen. Angeblich planen diese einen Krieg gegen das Königreich Pedda. Am Ziel angekommen werden die fünf Recken Zeuge, wie die Armee von Pedda plötzlich in Ferolia einfällt und eine Spur der Verwüstung hinterlässt.

BUNTE MISCHUNG

Die zusammengewürfelte Gruppe beschließt edelmütig, sich den Landsleuten entgegenzustellen und den Angegriffenen zu helfen. Eure Rettungsmission gestaltet sich als ein Mix aus Rollenspiel und Echtzeit-Strategie. Ihr steuert das Heldengrüppchen, welches ihr mit gefundenen Gegenständen und Waffen aufpowern könnt, sowie verschiedene Monstereinheiten. Auch mit dabei: euer Transportschiff. Sammelt ihr genug Gaia-Steine ein, so ist es euch möglich, Basen im Schiff zu errichten. Mit den Treant-Früchten hingegen ruft ihr Einheiten aus diesen Basen, so wie zum Beispiel die putzigen Pogopuschel-Kreaturen. Je stärker die Einheit, desto mehr Treant-Früchte sind zur Beschwörung notwendig, klare Sache. Die Viecher erscheinen dann unterhalb eures Schiffes, das ihr übrigens frei bewegen könnt, und verstopfen so gerne mal dumpf den Weg. Meist wird es also darauf hinauslaufen, dass eure Helden am Rande des Schlachtfeldes stehen und ihr billiges Kanonenfutter in den Kampf schickt.

HUI ...

Heroes of Mana Die Charaktere und Monster fallen typisch Mana-mäßig aus: Sie sind sehr niedlich und liebevoll gestaltet. Ein weiterer großer Pluspunkt ist zweifelsohne die Musik. Selten erlebt man eine solch stimmungsvolle akustische Untermalung wie bei Heroes of Mana. Einen Großteil der Atmosphäre verdankt der Titel allein dem fantasygerechten Sound. Mühe gegeben hat sich Square Enix auch beim Balancing der Einheiten. So ist gegen jeden Kontrahenten ein Kraut gewachsen und einfaches Drauflos-Klopfen führt selten zum Erfolg. Die Grundidee der Echtzeit-Strategie ist im Kern geglückt und ergänzt sich mit den Rollenspielelementen, die allerdings zwangsläufig etwas ins Hintertreffen geraten.
Erfreulich: Auch euren Freunden könnt ihr zeigen, wo das Schwe...äh, der Hammer hängt und sie zu einem Kampf per WLAN auffordern. Es ist allerdings empfehlenswert, wenn ihr zuvor die Story durchgespielt habt, denn manche Einheiten werden erst danach im Mehrspielermodus aktiviert. So kann es schnell passieren, dass ihr in einen ungleichen Kampf geratet und euch vom Traum, mal die Nummer eins der Weltrangliste zu sein, verabschieden könnt.

... UND PFUI

Heroes of Mana Die verkorkste Wegfindung der Einheiten zählt zu den weniger heldenhaften Attributen des Titels. Es kann schon mal vorkommen, dass ihr auf eintreffenden Truppennachschub im Kampfgetümmel wartet - nur um festzustellen, dass sich ein Berg als unüberwindbares Hindernis für die debilen Monster entpuppt hat. Richtig nervig ist das Schneckentempo, mit dem sich eure Figürchen fortbewegen. Ein fesselndes Spielerlebnis wird so leider kaum ausgelöst, eher ein Gähnen angesichts der kaugummiartigen Zähigkeit der Bewegungen. Außerdem unschön: der Hintergrund eures Schlachtfeldes ist einfach schwarz. Dies verleiht der Grafik einen regelrecht unfertigen Touch. Rundum kann Heroes of Mana leider nicht überzeugen. Der Genremix an sich ist trotzdem gelungen und Fans dürfen gerne noch ein paar Prozent zur Wertung hinzuaddieren.

Bildergalerie

Wertung zu Heroes of Mana (NDS)

Wertung:

75 /10
Pro & Contra
Stimmungsvoller SoundtrackEinheiten-Balancing ausgewogen
Schlechte Wegfindung der EinheitenSehr langsam
Fazit

Wer Fan der Serie ist und sich nicht an dummen Einheiten und konstanter Langsamkeit stört, kann zugreifen.

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