Der neue Sony-Shooter stellt alles in den Schatten - unser Test zu Helldivers 2
Test
Wir haben uns den Third-Person-Shooter Helldivers 2 genau angeschaut und verraten euch in unserer Review, wieso das Sony-Spiel derzeit in aller Munde ist.
Nach knappen zehn Jahren wurde mit Helldivers 2 der Nachfolger des Geheimtipps aus dem Jahre 2015 veröffentlicht. Statt einen weiteren Top-Down-Shooter zum Leben zu erwecken, entschieden sich die Entwickler bei Arrowhead für eine Third-Person-Ansicht. Ansonsten verbreitet man immer noch Freiheit und die "gelenkte" Demokratie durch die ganze Galaxie und ballert dafür eine ganze Menge Insektoide und Roboter um.
Das hat im ersten Helldivers schon eine Menge Spaß gemacht und nachdem wir den Nachfolger nun ausgiebig ausprobiert haben, verraten wir euch, ob die Erhabenheit der Über-Erde auch in Third-Person gut rüberkommt.
Gelenkte Demokratie für alle!
Am Grundprinzip hinter Helldivers hat sich nicht sonderlich viel verändert. Als Teil der Elite-Truppe Helldivers hat man die Aufgabe, die Demokratie im Kosmos zu verteilen.
Die Insektoiden und Cyborgs wissen nämlich gar nicht, wie viel besser es ist, wenn vom Volk gewählte Vertreter die Herrschaft ausüben. Da die bloße Existenz der Kreaturen unsere eigene Freiheit einschränkt, starten wir also einen Zwei-Fronten-Krieg, um unser friedvolles Leben zu beschützen.
Dafür schließt man ein Cluster an Missionen ab, schaltet bei Erfolg höhere Schwierigkeitsgrade frei und befreit zusammen mit anderen Helldivers-Spielern nach und nach die verschiedenen Planeten.
Irgendwann wird alles auf Anfang gesetzt und man macht sich erneut daran, die Feinde bis zu ihrem Heimatplaneten zurückzuschlagen. Ein richtiges Ende hat Helldivers also nicht, es handelt sich eher um immerwährende Kriegsspiele.
Auf den ersten Blick wirkt Helldivers einfach unverfroren amerikanisch. Patriotische Hymnen, Waffen noch und nöcher, die passenden Explosionen und der Wille, Freiheit und Demokratie zu anderen Planeten zu bringen.
Sind wir die Bösen?
Schon früh wird aber klar, dass es auf der Über-Erde gar nicht so schön ist, wie die obligatorischen Propaganda-Filme vermuten lassen. Eine überbürokratisierte Gesellschaft, bei der selbst Deutschland neidisch werden würde, jegliche Kritik an Über-Erde wird direkt als Hochverrat beachtet und seien wir mal realistisch: Die völlig in Schwarz gekleideten, mit Totenköpfen dekorierten Soldaten, die auf andere Planeten gehen und dort alles wegsprengen, sind höchstwahrscheinlich nicht die "Guten".
Die vorherigen Informationen waren eine dreiste Schmierkampagne gegen unsere glorreichen Truppen an der Front. Gegen die Täter wird bereits wegen Hochverrat ermittelt. Gezeichnet: Ministerium für Wahrheit - Glory to Super Earth!
Direkt beim ersten Aufenthalt im eigenen Schiff fühlt sich Helldivers einfach richtig an. Man wählt eine Mission auf der holografischen Karte aus, das Schiff macht sich auf den Weg Richtung Zielort, durch die Aussichtsplattform entfaltet sich die schiere Größe des Planeten, bis man bei der Ankunft zahlreiche Schiffe anderer Helldiver zu Gesicht bekommt, die alle die gleiche Mission teilen: die Befreiung des Planeten.
Quelle: Sony Interactive Entertainment
Das Ganze wird noch von einem wunderbaren Soundtrack untermalt, der glatt aus einem Hollywood-Blockbuster stammen könnte, und spätestens, wenn man in die mechanischen Hellpods hinabsteigt und auf die Oberfläche des Planeten fällt, kann man es vor Aufregung gar nicht mehr abwarten, auf die Kriegszone losgelassen zu werden.
Und dabei hat das eigentliche Gameplay noch gar nicht angefangen. Entweder alleine oder mit bis zu vier Spielern erledigt man eine Reihe an Missionen, um die Feindpräsenz auf dem Planeten zu mindern. Man startet etwa Raketen, sabotiert Fabriken, zerstört Eier, oder schaltet gezielt besonders starke gegnerische Einheiten aus.
Dabei behilflich sind die sogenannten Taktikausrüstungen, die man erst auswählt und dann über das Steuerkreuz am Controller oder die WASD-Tasten verwendet.
Bildergalerie
Jede Ausrüstung hat eine eigene Kombination, die basierend auf Abklingzeit und Stärke natürlich unterschiedlich kompliziert sind. Einen Luftangriff, der hauptsächlich kleinere Widersacher auslöscht, fordert man etwa mit hoch, rechts und noch mal rechts an. Die Höllenbombe hingegen braucht eine wesentlich längere Kombination.
