Feuer frei!
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SCHWERE WAFFE Leider können Sie andere Waffen als das himmlische Schwert nur werfen, nicht schwingen.
Doch solche Quick-Time-Events sind nicht die einzige Abwechslung. Zwischendurch steuern Sie auch mal Narikos Freundin Kai, die mit ihrer Armbrust nicht zu unterschätzen ist, oder bedienen schwere Kanonen und Raketenwerfer. In all diesen Fällen können Sie einfach nach Augenmaß zielen und hoffen, dass das Projektil sein Ziel trifft, oder die Sache selbst in die Hand nehmen - bzw. den Sixaxis-Controller, denn dessen Bewegungserkennung kommt dann zum Einsatz. Halten Sie die Schusstaste gedrückt, können Sie den Pfeil durch Neigen des Controllers noch im Flug steuern, was erstaunlich gut funktioniert. Diese Wurftechnik kommt auch bei einigen Alibi-Puzzles zum Einsatz, bei denen Sie einen Schild gegen einen Gong werfen müssen (manchmal sogar um die Ecke).
Als besonderen Bonus gibt es auch einige kurze Abschnitte, in denen Sie Kai frei steuern können - der Spielablauf hier unterscheidet sich fast komplett von den Nariko-Levels, da die Kleine keine ernstzunehmenden Nahkampf-Attacken beherrscht. Vielmehr müssen Sie versuchen, durch Weglaufen und Überspringen von Hindernissen genug Abstand zwischen sich und die Gegner zu kriegen, um die Armbrust einsetzen zu können.
Ein Augenschmaus
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BLOSS WEG! Als Kai sollten Sie darauf achten, genug Abstand zu den Gegnern zu halten.
Heavenly Sword ist nicht das flüssigste Spiel der Welt - selbst die standardmäßigen 30 Bilder pro Sekunde hält es eher selten stabil ein und häufiges Tearing stört den Gesamteindruck -, doch es ist trotz dieser technischen Defizite eines der schönsten Spiele überhaupt. Die Landschaften, die Figuren, die unheimlich detaillierten Gesichter, die teilweise zerstörbaren Elemente der Umgebung, alles sieht einfach fantastisch aus. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei um einen PS3-Titel der ersten Generation handelt, ist dies wirklich erstaunlich und deutet eindrucksvoll an, was wir in Zukunft von der Konsole erwarten können. Bezeichnend ist dabei die Tatsache, dass die zahlreichen in Echtzeit-Grafik präsentierten Zwischensequenzen eigentlich noch etwas besser aussehen als die vorberechneten Videos.
Auf Deutsch gut, auf Englisch brillant
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MASSENSCHLACHT Gleich zu Beginn kämpft Nariko gegen Hunderte von Gegnern.
Auch akustisch ist Heavenly Sword ein Genuss: Dafür sorgen nicht nur der abwechslungsreiche Soundtrack von Nitin Sawhney, der souverän westliche mit östlichen Einflüssen mischt, sondern auch die großartigen sprachlichen Darbietungen der Schauspieler. Die deutsche Synchronisation kann da zwar nicht ganz mithalten (und raubt einigen der besonders bissigen Dialoge etwas an Witz), ist aber insgesamt recht gelungen - für Puristen findet sich auf der (ungekürzten!) Blu-ray-Disc zum Glück auch das englische Original. Die herrlichen Performances aller Beteiligten (speziell Dramatic Director Andy Serkis wächst wieder einmal über sich hinaus) heben die Dialogszenen über das übliche Niveau solcher Abenteuer und verleihen ihm neben viel Humor auch die nötige emotionale Tiefe. Heavenly Sword ist sicherlich kein Anspruchskino, doch innerhalb des Action-Genres sticht es positiv hervor.
Jede Menge Extras
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RIESENBABY Bohans Sohn Schabe ist nicht eben der Hellste im Land.
Wie es sich für so eine große Produktion gehört, haben die Entwickler die Scheibe ausgiebig mit Bonusmaterial gefüllt. Besonders empfehlenswert ist die fünfteilige Zeichentrickserie, die die Vorgeschichte des Spiels näher beleuchtet und deren schwarz-weiß-Look ein wahrer Augenschmaus ist. Auch die umfangreichen Making-of-Featurettes können sich sehen lassen und machen deutlich, wie viel Detailarbeit in diesem Werk steckt.
