Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 im Test - Eintönige Missionen

Test Christian Schlütter

Passend zum Kinofilm, der das Finale der Harry Potter-Saga einläutet, erscheint diese Woche das Videospiel. Das erste Harry Potter-Spiel mit Kinect- und Playstation Move-Unterstützung nervt allerdings mit eintönigen Missionen.

Genau wie die Verfilmung des Serienfinales Harry Potter und die Heiligtümer des Todes erscheint die Videospiel-Umsetzung in zwei Teilen. Episode 1 liegt jetzt schon vor. Die Geschichte des Spiels hält sich eng an die Buchvorlage. Bösewicht Lord Voldemort hat das Zauberministerium übernommen und so die Macht an sich gerissen. Harry, Ron und Hermine müssen nach dem Tod von Dumbledore die Horkruxe finden, Voldemort damit töten und so sowohl die Welt der Zauberer als auch die der Muggel retten. Durch die Zweiteilung endet natürlich auch das Spiel recht unbefriedigend.

Trotzdem weiß die Geschichte gut zu unterhalten und kommt weitaus düsterer und erwachsener daher als frühere Potter-Storys. Im Laufe der Kampagne besucht ihr bekannte Orte wie das Zauberministerium, die allesamt gut, wenn auch etwas detailarm dargestellt sind. Die Original-Synchronsprecher machen wie schon in den vorherigen Spielen der Serie einen tollen Job. Das sorgt für Atmosphäre.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 im Test (3) Quelle: X3 Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 im Test (3) Mehr zu meckern gibt es da schon beim Gameplay. Die offene Spielwelt von Harry Potter und der Halbblutprinz ist meist streng linearen Levels gewichen. In vielen Missionen steuert das Programm für euch und ihr müsst nur die auftauchenden Todesser anvisieren und beseitigen. Das ist wenig anspruchsvoll. Nach und nach gewinnt Harry an Erfahrung und bekommt neue Zaubersprüche, von denen ihr aber die meisten nicht braucht. In vielen Kämpfen erledigt ihr die dumm herumstehenden Gegner einfach mit dem Stupor-Spruch. Ein wenig Abwechslung kommt mit Schleichpassagen ins Spiel, in denen ihr euch mit übergeworfenem Tarnumhang an Feinden vorbeimogelt. Die leicht schwammige Steuerung und das etwas hakelige Leveldesign machen diese Passagen aber oft zum Trial-and-Error-Lauf. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 lässt sich übrigens auch mit Kinect spielen. Zum Redaktionsschluss lag uns aber noch kein Kinect-Testgerät vor, weshalb wir diesen Modus nicht unter die Lupe nehmen konnten.

Bildergalerie

Wertung zu Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 (PS3)

Wertung:

63 /10
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