Beyond the Grave (kurz Grave) ist eigentlich ein Held, wie er im Buche steht. Er ist gut gebaut, bis an die Zähne bewaffnet und kämpft gegen das Verbrechen. Was Grave von der Heldenkonkurrenz abhebt, ist die Tatsache, dass er längst tot ist, ständig seinen eigenen Sarg mit sich herumschleppt und einen Munitionsverbrauch hat, der jenseits von Gut und Böse ist.
Bei Gungrave Overdose steuert man den wortkargen Grave aus der Third-Person-Sicht. In bester Devil May Cry-Manier rennt, springt und hechtet man durch verschiedene Maps und nietet jeden nieder, der bei drei nicht freiwillig vom Bildschirm verschwunden ist. Und das sind einige. Meistens stehen dem Spieler zig Gegner gleichzeitig gegenüber, die dann mit teils unglaublich vielen Patronensalven niedergemäht werden.
Alternativ kann Grave auch zu seinem Sarg greifen und den Gegnern im Nahkampf eins überbraten. Mit jeder erfolgreichen Schuss- und Schlagcombo lädt sich eine Spezialleiste auf. Ist diese erst mal voll, darf Grave eine Bildschirm füllende Spezialattacke loslassen, die die Gegner wirkungsvoll ins Jenseits befördert.
Alles geht geht kaputt
Bei der sauberen und insgesamt sehr flüssigen Grafik weiß vor allem die Darstellung der zerstörbaren Umgebung zu gefallen. Wenn man mit Grave einmal im Supermarkt war und neben Hunderten von Gegnern auch das komplette Interieur des Ladens zerstört hat, möchte man kein Spiel mehr anfassen, in dem die Umgebung keinen Schaden nimmt. Die zahlreichen, im Anime-Stil gehaltenen Zwischensequenzen runden die Non-Stop-Action gekonnt ab.
