Venom feuert vornehmlich Energie-Kugeln auf seine Gegner.
Angesichts der vom Aussterben bedrohten Gattung des zweidimensionalen Beat 'em Ups könnte Guilty Gear X einer der letzten Vertreter dieses Genre sein - und was für einer! Wer glaubt, Bitmap-Grafik könne mit knalligen 3D-Effekten nicht mithalten, hat die atemberaubenden Special Moves von Guilty Gear X noch nicht in Bewegung gesehen. Wenn die Haudegen nämlich erst mal Ihr spektakuläres Move-Repertoire vorführen, muss man Angst um die Bildschirmröhre haben.
VOLL AUF DIE ZWÖLF!
Aber nicht nur grafisch hat Guilty Gear einiges zu bieten. Die Kämpferriege besticht durch ausgefallenes Design, die Steuerung geht leicht und präzise von der Hand und auch die Taktik kommt nicht zu kurz. So können Sie mit aufgefüllter Spannungsanzeige heftige "Overdrive-Attacken" starten oder sogar einen "Instant Kill" durchführen, der den Gegner sofort das Leben kostet. Gelingt dieser nicht, verschwindet allerdings die Spannungsanzeige und Sie müssen den Kampf mit Ihren normalen Attacken und Combos zu Ende bringen. Außerdem gibt es dazu verschiedene Deckungsarten, Angriffstaktiken, Combos, Air-Juggles, etc., etc., die das Spiel nicht in ein ödes Button-Mashing verkommen lassen. Ein Anfänger, der nur wild auf alle Tasten drückt, hat absolut keine Chance gegen jemanden der weiß, was er tut.
Motivierend sind auch die vielen Spielmodi. Zum obligatorischen Einzel- und Zweispielermodus gesellen sich auch weitere Spielarten wie der Trainings- oder der Survival-Modus. Im Story-Modus verfolgen sie die Hintergrundgeschichte der einzelnen Charaktere, während Sie im M.O.M.-Modus nicht nur Gegner verprügeln, sondern auch Medaillen sammeln. Zu guter Letzt wäre da der Missions-Modus, in dem Sie bestimmte Aufgaben erledigen müssen. Diese erweisen sich aber allesamt als frustrierend schwierig.
Das alles klingt zwar nach Durchschnittskost, macht aber einen Heidenspaß und belohnt den Spieler mit Bildern und Videos, die besonders für Anime- und Manga-Fans eine Augenweide sein dürften.
