Beim Standardangriff prasselt eine Serie von Schlägen auf den Gegner nieder
Gerade von einem Auftrag zurück, erwartet den Söldner Ryudo schon die nächste Aufgabe: Er soll die Granas-Priesterin Elena zu einer heiligen Zeremonie geleiten. Das Böse, in diesem Fall der böse "Gott" Valmar steht nämlich kurz vor seiner Wiederauferstehung. Anfangs ahnen die beiden noch nicht, welche Gefahren auf der beschwerlichen Reise lauern. Glücklicherweise stehen ihnen aber auch zahlreiche Verbündete zur Seite. Die undurchsichtige Millenia, der junge Roan, der mächtige Beast Warrior Mareg und die Androidin Tio kämpfen zusammen mit dem ungleichen Pärchen in über 50 Levels. Im Lauf des story-lastigen Abenteuers wechselt die Besetzung der maximal vier Personen umfassenden Abenteuergruppe recht oft. Daher ist es ganz sinnvoll, sich gute Taktiken zu überlegen. Wer speziellen Fähigkeiten der Spielfiguren, gefundene Gegenstände und vor allem Magie gut einsetzt, kommt relativ leicht durch die unzähligen Kämpfe. Kommt es zu einer Auseinandersetzung, ist es an Ihnen, den Helden in einer komplexen und gut durchdachten Mischung aus Echtzeit- und Runden-Fight zum Sieg zu verhelfen. Sind die Feinde geschlagen, erhält jeder Charakter zusätzlich zu gefundenen Gegenständen und Gold drei verschiedene Arten von Erfahrungspunkten. Prinzipiell handelt es sich bei Grandia 2 um eine 1:1-Umsetzung des damaligen Dreamcast-Hits. Inhaltlich wie soundtechnisch ist praktisch kein Unterschied festzustellen. Gute Englischkenntnisse sollten Sie auf jeden mitbringen, wenn Sie an Ubi Softs Rollenspiel Spaß haben wollen. Das Spiel erscheint nämlich nur in einer komplett englischen Version mit deutschem Handbuch. Kommen wir also zum einzigen wirklichen Schwachpunkt des ansonsten erstklassigen Titels: die Grafik. Nicht genug damit, dass die Texturen selbst bei positiver Betrachtung noch unterirdisch schlecht sind, das Spiel flackert auch noch extrem. Gelegentlichen Ruckler in Kämpfen fallen dadurch gar nicht mehr so stark ins Gewicht. Die Animationen und Grafikeffekte sind hingegen ganz ordentlich, wirken bei näherer Betrachtung aber doch ein wenig angestaubt. Sehr gut gelungen sind die Render-Sequenzen, die es bei Spezialattacken und dramatischen Szenen zu bewundern gibt.
Bildergalerie: Grandia II
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