Grand Theft Auto Vice City: Der wahre Vorgänger von GTA 6 im Retro-Check
Im Jahr 2002 erblickte GTA: Vice City das Licht der Welt und eroberte die Herzen der Fans. Wir nehmen euch erneut mit auf eine Reise durch die 80er-Jahre.Bandenkriege
Ebenfalls neu eingeführt wurden unterschiedliche Gruppierungen, die sich auf den Straßen zwischendurch wilde Schießereien liefern. In erster Linie sind das die Kubaner und Haitianer, doch es mischen sich auch Biker-Gangs und ab einem gewissen Zeitpunkt unsere eigenen Bandenmitglieder in die Kämpfe ein.
Wir erinnern uns sicher alle noch an die Schlachten zwischen der Grove Family, den Ballers und den Vagos in San Andreas - ganz so umfangreich ist das System in Vice City noch nicht. Schließlich erobern die Clans keine Areale und sind vielmehr charakterlose Marionetten, doch innovativ war die Idee und die Umsetzung damals dennoch.
Quelle: Rockstar Games
Verkehren wir beispielsweise in manchen Gegenden, machen die Gangs auf uns Jagd und in der Masse können die schießwütigen NPCs schon gefährlich werden. Da passt es sehr gut, dass wir auch erstmals unser Outfit ändern dürfen.
Zwar ist das Ganze noch nicht so ausgeprägt wie in den Nachfolgern, doch sobald wir zu bestimmten Icons vor den Läden laufen, erscheint Tommy im Anschluss in neuem Gewand. Ein paar wenige Story-Missionen haben mit dieser Neuerung sogar leichte Stealth-Features, da wir uns unbemerkt unter Polizisten oder Gang-Mitglieder mischen können.
Sturmwarnung
Zum ersten Mal in der GTA-Reihe dürfen wir in Vice City auch Gebäude betreten. Neben der angesprochenen Millionärsvilla gibt's unter anderem noch das Ocean-View-Hotel, ein Einkaufszentrum und den populären Malibu Club. Auch ein großer Golfplatz lässt sich im Zentrum der Stadt besuchen.
Wie damals in der Reihe üblich steht uns zu Beginn aber noch nicht das komplette Stadtgebiet von Vice City zur Verfügung. Aufgrund eines nahenden Hurrikans sind die Brücken zunächst gesperrt, erst durch Story-Missionen schalten wir das Villenviertel Starfish Island und die Westinsel der Metropole inklusive Flughafen frei.
Quelle: Rockstar Games
Die Größe der Map ist im Vergleich zu San Andreas, GTA 4 und 5 noch deutlich übersichtlicher. Das macht viele Locations allerdings auch bis heute besonders charakteristisch. An die S-Kurve vor dem Malibu Club erinnern wir uns schließlich genauso wie an die kleinen Holzhütten in Little Haiti.
Immer im Gedächtnis
Und wenn wir schon bei charakteristisch sind, müssen wir direkt ein paar Worte zu den Figuren aus Vice City verlieren. GTA-typisch haben die wichtigsten Personen viel Wiedererkennungswert sowie ein skurriles Auftreten und triefen vor Klischees.
Gegen die meisten Charaktere ist unser Held Tommy sogar ein Normalo. Da hätten wir neben den bereits angesprochenen Lance Vance und Ricardo Diaz unter anderem den Immobilienmogul Avery Carrington, den durchgeknallten Sänger Jezz Torrent und das Pornosternchen Candy Suxxx.
Die Figuren passen perfekt in die verrückte Spielwelt und das beherrscht Rockstar bis heute wie kein anderer Entwickler. Dazu sind einige Missionen ebenfalls unvergessen: Wir stehlen dem Militär beispielsweise einen Panzer während einer Parade, verfolgen einen Millionär mit dem Caddy auf dem Golfplatz und werfen mit einem Miniaturflugzeug Bomben auf fahrende Boote.
Quelle: Rockstar Games
Ein anderer Job hat sich dagegen aufgrund seines Schwierigkeitsgrads verewigt. In der Mission namens Schutt und Asche übernehmen wir die Kontrolle eines ferngesteuerten Hubschraubers. Mit TNT bewaffnet müssen wir innerhalb von sieben Minuten vier unterschiedliche Ziele zerstören.
Das Problem dabei: Der RC-Helikopter lässt sich nicht gerade einfach steuern. Außerdem befinden sich unsere Ziele in einer mehrstöckigen Baustelle, wodurch das Manövrieren noch anspruchsvoller wird. Vermutlich läuft es daher vielen bereits eiskalt den Rücken herunter, wenn sie lediglich von der Mission hören.