Gran Turismo-Review: Das Warten hat ein Ende! Endlich gibt es Sonys wichtigste Rennspiel-Serie Gran Turismo auch für die tragbare PlayStation.
Übung macht den Meister
Quelle: videogameszone.de
Gran Turismo PSP (3)
Neben dem Einzelspieler-Modus haben es auch die aus der Serie bestens bekannten Fahrherausforderungen in die PSP-Version geschafft. Diese sind in neun Stufen unterteilt, die aus jeweils sechs Kapiteln bestehen. Dabei erlernt ihr unter anderem die Grundlagen des Fahrens, müsst die schwersten Kurven meistern oder macht euch mit bestimmten Fahrzeugen vertraut. Einige Herausforderungen sind sehr kurz ausgefallen und nach knapp zehn Sekunden zu Ende, andere dauern länger. Sowohl in den Fahrherausforderungen als auch in den Rennen des Einzelspieler-Modus erhaltet ihr für einen Platz auf dem Treppchen jeweils Credits. Mit diesen könnt ihr euch neue fahrbare Untersätze zulegen. Die Auswahl ist riesig. Über 800 Modelle namhafter Hersteller wie Ford, Nissan oder Toyota haben es genauso ins Spiel geschafft wie wahre Traumautos von Ferrari oder Lamborghini.
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Gran Turismo PSP (4)
Lieferprobleme
Allerdings hat die Sache einen Haken. Ihr habt nicht jederzeit Zugriff auf sämtliche Vehikel. Wählt ihr im Hauptmenü des Spiels das Autohaus an, befinden sich darin nur die vier sogenannten "Autohäuser des Tages". Welche vier Händler dies sind, wird von der Konsole ermittelt. Dieser Umstand ist gerade dann besonders ärgerlich, wenn ihr euch endlich mühsam die Kohle für euer Traumauto zusammengespart habt, dieses aber nicht im Autohaus verfügbar ist, weil der Hersteller gerade nicht zu den "Autohäusern des Tages" gehört. In diesem Fall müsst ihr einfach ein weiteres Rennen fahren und darauf hoffen, dass der gewünschte Hersteller anschließend verfügbar ist. Während des Tests hat uns
diese Problematik ein ums andere Mal tierisch geärgert.
Feines Gameplay
Quelle: videogameszone.de
Gran Turismo PSP (5)
Nur wenig zu mäkeln gibt es dafür an der Spielmechanik von Gran Turismo für die PSP. Hier haben die Entwickler des renommierten japanischen Studios Polyphony Digital wirklich saubere Arbeit geleistet. Sowohl über das Steuerkreuz als auch über den Analogstick reagieren die Vehikel sehr präzise auf eure Lenkeingaben. Zudem sei euch der dosierte Einsatz von Gas und Bremse empfohlen, denn eure Gegner stellen sich nicht gerade dumm an. Allerdings verzeihen euch diese auch den einen oder anderen Fahrfehler und eilen nicht davon, wenn ihr einmal ins Kiesbett rutscht oder eine Leitplanke küsst. Auf Patzer der KI-Fahrer wartet ihr übrigens meistens vergeblich. Die kommen nur sehr selten vor.
Zudem solltet ihr nicht allzu viel Realismus von der Fahrphysik erwarten. In altbekannter Gran Turismo-Manier liegen sämtliche Vehikel nämlich wieder wie Blei auf der Straße und sind bei leichteren Karambolagen kaum aus der Fassung zu bringen. In dieser Hinsicht hätten wir uns gewünscht, dass die Autos authentischer auf Rempeleien reagieren. Nur bei Unfällen bei hoher Geschwindigkeit kommen eure Gegner auch mal von der Strecke ab. Diese Eigenheit könnt ihr euch vor allem in Kurven zunutze machen. Wenn ihr in einer Kurve mit viel Schwung gegen einen Kontrahenten prallt, bremst dieser euer Tempo ab, ihr selbst rauscht jedoch nicht von der Fahrbahn ab und zieht an eurem Widersacher vorbei. Fans der Serie haben diese Vorgehensweise längst verinnerlicht, in Rennsimulationen ist dies aber eigentlich verpönt.
