Kurz vorm Release haben wir die Early-Access-Version von Goblin Cleanup angespielt. Lohnt sich das Spiel jetzt schon oder sollte man lieber noch auf ein paar Updates warten?
Wer damals Dungeon Keeper gekauft und gehofft hat, hier den Hausmeister zu spielen, der kommt mit Goblin Cleanup endlich auf seine Kosten. Im ersten Spiel von Crisalu Games schlüpfen die Spieler in die Rolle des armen Goblin-Hausmädchen-Trupps, welcher nach dem Gemetzel von irgendeinem Helden das Fantasy-Level wieder aufräumen muss.
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Schleimige Arbeit für die Goblins
Dabei lässt sich das Spiel mit Genrekollegen wie PowerWash Simulator oder Crime Scene Cleaner vergleichen, in der Grundmechanik ist es allerdings dem zehn Jahre alten Viscera Cleanup Detail besonders ähnlich.
So müssen Blutflecken aufgewischt, Fleischbrocken entsorgt und Möbelstücke auf ihren Platz zurückgestellt werden, das allerdings passend zum Fantasy-Rollenspiel-Setting. Statt einen Mopp zu benutzen, müssen kleine blaue Schleime aufgespießt werden, um dann mit den, dafür viel zu niedlichen, Kerlchen den Boden zu wischen.
Die Fleischbrocken werden auch nicht einfach entsorgt, sondern einer Mimik-Truhe zum Fraß vorgeworfen. Wer nicht aufpasst, wird selbst von dem Müllschlucker verspeist. Anders als in anderen Spielen dieser Art ist es nämlich möglich, zu sterben. Dabei hinterlässt der Kadaver ebenfalls einen Satz Fleischstücke, welche wiederum Blutflecken hinterlassen, wenn sie gegen Oberflächen klatschen.
Dazu sind die Levels voll mit Todesfallen wie stampfenden Decken, schwingenden Beilen und rollenden Stachelbomben. Außerdem gibt es meistens noch ein oder mehrere Monster, die es ebenfalls auf die Goblins abgesehen haben oder sogar aktiv gegen die Aufräumcrew arbeiten. Dazwischen auch noch zu putzen, wird oft eine Herausforderung.
Quelle: PC Games
Fütterungszeit für die Mimik: Ob ihr das Mittagessen wohl schmecken wird oder ob wir da auch eine Sauerei aufräumen müssen?
Besonders interessant sind dann noch die Mana-Objekte, welche mit einem kleinen Handdrachen aufgeladen oder ausgesaugt werden können. Dabei können Gegenstände aber auch überladen, wodurch sie kaputtgehen oder Schaden verursachen. Manche Fallen können so auch während den Arbeiten deaktiviert werden.
Um es den Spielern leichter zu machen, gibt es einige Möglichkeiten, die Physik für die eigenen Zwecke zu nutzen. Fleisch kann gebraten werden, um Blutflecken zu vermeiden und die Mimik für ein paar Minuten zu zähmen. Dann könnt ihr dem übergroßen Schleckermaul gefahrlos näherkommen.
Quelle: PC Games
Eine entsprechende Leiste zeigt euch an, wie viel Mana zu wenig, zu viel oder genau richtig ist.
Auch die Schleime können gegrillt werden, wodurch sie sich in Feuerschleime verwandeln. Diese rösten effektiver das Blut weg, halten länger und können jederzeit neu erhitzt werden, sodass ihr nicht ständig Ersatz braucht.
Ist mal kein Feuer zur Hand, können auch mehrere Schleime zusammengefügt und dann als großer Glibberball herumgetragen werden. Dann kann jederzeit wieder einer der Gesellen auf den Mopp gespießt werden, während der Rest auf ihren Einsatz wartet.
Das ist praktisch, um nicht jedes Mal zum Schleimspender rennen zu müssen. Die Anzahl der Schleime, die ihr verwenden dürft, ist dabei unbegrenzt. Es hat großen Spaß gemacht, herumzuexperimentieren und neue Lösungsansätze für die Fallen oder andere Probleme zu finden.
Aber gleichzeitig ist die Physik auch die größte Schwäche des Spieles. Dringend sollten die Entwickler noch mal die Kollision überarbeiten, da es ein Krampf war, Stühle, Tische und andere große Möbel durch die Türen zu bekommen. Softlocks, bei denen die Spielfigur hängen bleibt, können auch passieren. Genau für die haben die Entwickler bereits eine "Befreien"-Funktion in das Pausenmenü eingebaut. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wie die Levels aufgebaut sind und wie groß der Umfang ist.
