Goat Simulator 3 im Test: Sinnlos, dumm, kaputt - und trotzdem wunderbar witzig!

Test David Benke
Goat Simulator 3 im Test: Sinnlos, dumm, kaputt - und trotzdem wunderbar witzig!
Quelle: Coffee Stain Studio

Der Goat Simulator 3 ist vieles: herrlich absurd, wunderbar chaotisch, technisch kaputt und trotzdem unfassbar spaßig. Mit einer Ziege auf große Chaos-Tour zu gehen und eine Open-World-Sandbox in Schutt und Asche zu legen - das geht schließlich nicht überall. Wie viel Bock die Action macht, wie gut der Online-Koop funktioniert und worüber wir was zu meckern haben, klären wir im Test.

"Ein Skatingspiel der alten Schule, nur dass man kein Skater ist, sondern eine Ziege, und dass man keine Tricks macht, sondern Sachen kaputt!" Aus diesem aberwitzigen Konzept wurde vor knapp acht Jahren der Goat Simulator geboren. Und der Rest ist - wie sagt man so schön - Geschichte. Mit seinen Bugs und Glitches, seinem dummen Humor und seinem unkonventionellen Gameplay mauserte sich das Ding über Nacht zu einem absoluten Gaming-Phänomen. Mehr als 2,5 Millionen Mal ging das Original über die Ladentheke. Es folgten Ableger wie die Survival-Variante Goat Z, das Goat-Simulator-MMO und ein Payday-Crossover.

Jetzt bringt Entwickler Coffee Stain Studio endlich den längst überfälligen Nachfolger auf den Markt: den Goat Simulator 3 (jetzt kaufen 11,97 € ). Der stellt schon bei der Namensgebung unter Beweis, dass er immer noch genauso abgedreht ist wie sein Vorgänger. Er zeigt aber auch beim Anspielen altbekannte Qualitäten: So viel gelacht haben wir bei einem Test schon lange nicht mehr!

Goat Theft Auto

Es ist aber natürlich nicht alles beim Alten geblieben. Im Vergleich zum mittlerweile acht Jahre alten Erstling hat der Goat Simulator 3 ein paar willkommene Verbesserungen im Gepäck. Das beginnt schon mal beim grundlegenden Aufbau des Spiels: Teil 1 schmiss euch noch ziemlich random in eine offene Welt und ließ euch mal euer Ding machen. Es gab zwar eine grobe Liste an Aufgaben, die ihr erledigen konntet. Eine klare Zielsetzung suchte man aber vergeblich. Im Grunde lag der Spaß darin, einfach so viel Chaos wie möglich zu stiften - wie ein 13-Jähriger, der zum ersten Mal eine Runde GTA: San Andreas spielt: Man macht Sachen kaputt, verprügelt Passanten und klaut Autos - nur eben als Ziege, nicht als CJ.

Größte Motivation war vielleicht noch ein Highscore am oberen Bildschirmrand, dessen Punkte aber eigentlich vollkommen irrelevant waren. Deshalb hat man das lästige Ding im Goat Simulator 3 direkt komplett über Bord geworfen. Stattdessen soll euch eine grobe Rahmenhandlung am Ball halten: Ihr startet mit einer kleinen Intro-Sequenz, die erst mal schön TES 5: Skyrim auf die Schippe nimmt, und werdet dann vor einem Ziegenturm abgesetzt.

Die Dinger sind so ein wenig die eierlegende Wollmilchsau in Gebäudeform: Sie dienen als Schnellreisepunkte. Sie decken Aktivitäten in der Umgebung auf, wenn ihr auf sie drauf klettert. Und sie sind auch noch eure Basis: Im Inneren findet sich eine riesige Burg mit Thronsaal, Planungstisch, Portalraum und einem riesigen mysteriösen Holztor, das durch sieben Schlösser und dicke Eisenketten gesichert ist. Was sich dahinter befindet? Tja, das herauszufinden, wird eure Aufgabe über die kommenden Stunden sein.


Komfort für Wiederkäuer

Wie kriegt ihr das gebacken? Natürlich indem ihr Aufgaben in der Spielwelt erfüllt! Für die bekommt ihr dann Illuminati-Punkte, mit denen ihr im Rang der geheimen Ziegengesellschaft aufsteigt. Für jeden neu erreichten Rang wird eine Kette gelöst. So arbeitet ihr euch Stück für Stück zum großen Finale vor.

Goat Simulator 3 im Test (1) Quelle: Coffee Stain Studio Goat Simulator 3 im Test (1) Wobei "arbeiten" vielleicht nicht der richtige Begriff ist. Das Erledigen von Missionen klappt im Goat Simulator 3 deutlich angenehmer als im Vorgänger, dank zahlreicher Komfortfunktionen: Ein Kompass am oberen Bildschirmrand zeigt euch interessante Objekte in der Umgebung an. Im Zweifelsfall gibt es jetzt sogar eine Karte mit Questmarkern, durch die ihr immer wisst, wo euch was Sehenswertes erwartet.

Und Junge Junge, davon gibt es einiges: Das Aktivitäten-Repertoire des Goat Simulators ist riesig. Natürlich ist auch ein wenig Standard-Kram dabei. Ihr müsst beispielsweise mal eine Suppe kochen. Viel häufiger habt ihr es aber mit vollkommen kuriosen Aufgabenstellungen zu tun: Ihr opfert etwa einer satanischen Gottheit eine Reihe von Vogelscheuchen.

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