Nico und Chris rappen über ihre Traumfrau.
Gerade sechs Monate ist es her, dass SingStar selbst muffelige Stubenhocker in mehr oder minder begabte Gesangskünstler und Partylöwen verwandelte. Der Titel funktioniert die PlayStation nämlich zur waschechten Karaokemaschine um! Das Spielprinzip ist so simpel wie unterhaltsam und ermöglicht unkomplizierte Duette. Ein USB-Adapter, der Steckplätze für zwei Mikrofone bietet, wird einfach in einen der beiden USB-Ports eingestöpselt. Die Mikrofone registrieren dann Ihre Stimme, die anhand farbiger Balken auf dem Bildschirm dargestellt wird. Als Richtlinie werden zusätzliche Balken eingeblendet, die relativ zueinander die korrekte Stimmlage des jeweiligen Stückes ergeben. Optimal ist die Darbietung, wenn Ihre Stimmlage und die angezeigten Balken auf gleicher Höhe sind. Als Schmankerl laufen übrigens die Musikvideos zu allen 30 Stücken während der Performance ab. Wer eine EyeToy-Kamera zur Hand hat, kann wahlweise aber auch diese in den zweiten USB-Port der PS2 einstecken und sich dann selbst auf dem Bildschirm bewundern.
Song in the air
Besonders mit ein paar Freunden macht das Karaokesingen tierisch viel Spaß. Vier Mehrspieler-Modi, darunter Duette und Gesangsduelle, sind zwar recht wenig, sorgen aber dank der großen Auswahl an Musiktiteln für hohe Langzeitmotivation. Das Singen ist natürlich auch alleine möglich, der Story-Modus aus dem Vorgänger, in dem Sie sich vom Gelegenheitssänger zum Star mauserten, wurde allerdings gestrichen. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, da die lahme Story ohnehin nur für wenig Ansporn sorgte. Stattdessen darf man sich jetzt einfach für sein Lieblingsstück entscheiden und direkt loslegen. Wer den Vorgänger, und somit bereits zwei Mikrofone besitzt, kann sich das neue Songpaket übrigens für günstige 30 Euro zulegen. Das Komplettpaket inklusive zweier Mikrofone ist wieder - wie schon der Vorgänger - für 60 Euro erhältlich.
Wir rappen wie die Deppen
Da SingStar eine sehr poppige Auswahl an Liedern hat, ist Get on da Mic die optimale Alternative für alle Hip-Hop-Fans. Diese bekommen in Get on da Mic sogar ganze 40 Songs präsentiert, die allerdings nicht lizenziert sind. Das bedeutet, das im Spiel Busta Rhymes und Konsorten weder zu hören noch zu sehen sind, sondern deren Songs nur nachgesungen werden können, während gerenderte Figuren auf dem Bildschirm posen. Das ist aber nicht weiter schlimm, schließlich zählen nur die Beats und vor allem das eigene Gesangstalent. Außerdem ist es auch hier möglich, eine EyeToy-Kamera anzuschließen, um sich selbst beim Rappen zu bewundern.
Monoton?
Beim Hip-Hop kommt es weniger auf eine mächtige, oktavenumfassende Stimme an, sondern eher auf die Redegewandtheit. Get on da Mic wird mit nur einem Mikrofon ausgeliefert (die SingStar-Mirkos werden nicht unterstützt), das nicht die Stimmhöhe regis-triert, sondern nur wann und in welchem Rhythmus Sie die Reime von sich geben. Da man das eine Mikro stets weiterreichen muss, sinkt leider der Partywert. Gleichzeitige Duelle sind ebenfalls nicht drin. Die Möglichkeit, sich in Freestyle-Spielmodi alleine oder mit ein paar Freunden zu messen, macht den Titel aber dennoch gerade für Szene-Fans sehr interessant.
