Genji: Dawn of the Samurai

Test Christian Schönlein

Die Story ist trotz der 
interessanten Charaktere wenig spannend. Die Story ist trotz der interessanten Charaktere wenig spannend. Die japanische Geschichte liefert guten Stoff für Videospiele, denn im Mittelalter gab es im Land der aufgehenden Sonne immer irgendwelche Clans, die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen wollten. In diesem Spiel sind das die Heishi und die Genji. Letztere, auf deren Seite Sie stehen, nehmen dabei die Rolle der "Guten" ein.

Die Heishi hingegen sind gierige Eroberer, die sich schon fast ganz Japan unter den Nagel gerissen haben. Dabei musste der Genji-Führer im Kampf sein Leben lassen. Dessen Sohn Yoshitsune will nun im Alleingang Rache nehmen. Unerwartet bekommt er Hilfe von Benkei. Dieser Berserker hat ein Kreuz wie ein Schrank und ist somit ein willkommener Weggefährte, der in den massig vorkommenden Kämpfen gute Dienste leistet. Und darum geht es in Genji denn letztendlich auch: viele Kämpfe gegen viele Gegner.

Billige Kopie? Mitnichten

Einige der Bosskämpfe sind richtig fett inszeniert. Einige der Bosskämpfe sind richtig fett inszeniert. Zugegeben, schon nach den ersten Spielminuten fällt die große Ähnlichkeit zur Onimusha-Serie auf. Genji als lieblosen Klon zu beschreiben, würde dem Titel aber nicht gerecht werden. Das verdeutlicht vor allem das Kampfsystem. Yoshitsune bewegt sich recht flink über den Schirm, wodurch die Auseinandersetzungen mit den Gegnerhorden ein wenig flotter von der Hand gehen. Wer's trotzdem lieber etwas gemütlicher hat, versetzt das Kampfgeschehen hingegen durch das coole Kamui-Feature in Zeitlupe und mäht die Gegnerhorden durch Konterattacken nieder.

Vier Fäuste für ein Halleluja

Wer das Kamui richtig einsetzt, erhält von besonders starken Gegnern wie den Endbossen seltene Gegenstände, die ein Schmied zu neuen Waffen und Rüstungen verarbeiten kann. Auch in den Umgebungen selbst sind etliche Ausrüstungsgegenstände versteckt. Insgesamt 50 verschiedene Waffen, 16 Rüstungen und 30 spezielle Anhänger, die die Charaktere gegen Elementar-Attacken immun machen oder die Angriffs- und Abwehrkräfte erhöhen, gibt es zu entdecken.

Dabei kommen auch die Fähigkeiten der beiden Hauptcharaktere zum Zuge. Mit dem flinken Yoshitsune springen Sie mit Leichtigkeit auf höher gelegene Ebenen und finden dort versteckte Gegenstände, während Benkei mit roher Gewalt Türen aufbricht oder Holzstämme aus dem Weg räumt und so in versperrte Areale vordringt. Damit Ihnen auch ja nichts entgeht, können Sie in Städten fast immer die aktive Spielfigur wechseln und in bereits besuchte Gebiete zurückkehren.

Das erhöht die etwas kurze Spielzeit von etwa acht Stunden auf knapp zehn. Komplettisten, die wirklich sämtliche Items finden wollen, werden zudem nicht umhinkommen, Genji mehrmals durchzuspielen. Beim zweiten Durchgang gestaltet sich das Abenteuer aber einfacher. Haben Sie den finalen Endboss erstmals besiegt, so können Sie das Spiel mit den bereits erfahrenen Charakteren erneut in Angriff nehmen. Erfahren deshalb, weil Sie die Möglichkeit haben, Ihre Haudegen ein wenig zu "frisieren".

In den Levels sind so genannte Amahagane-Steine versteckt. Mit jeweils drei davon können Sie entweder Ihre Lebensenergie erweitern oder die Angriffs- oder Abwehr-Kräfte verbessern. Zudem häufen Sie in Kämpfen Erfahrungspunkte an, die sich Yoshitsune und Benkei teilen. Selbst wenn Sie einen der Krieger vernachlässigen sollten, leveln Sie so gleichmäßig auf.

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