FragPunk macht als Valorant-Konkurrent alles richtig, was Concord versemmelt hat
Special
FragPunk verspricht frisch und anders zu sein und vor allem aus den Fehlern vergangener Shooter-Leichen gelernt zu haben.
Egal, wie viele Hero-Shooter es gibt, tut sich doch immer wieder eine neue Idee hervor, die sich im hart umkämpften Markt durchsetzt und gegen jede Erwartung irgendwie doch erfolgreich ist. Genau hier kommt FragPunk ins Spiel, das laut seiner Entwickler einen Nerv treffen soll, auf den noch kein Shooter richtig abzielt.
Laut des Producers von FragPunk, Xin Chang, ist die erste Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Hero-Shooter, dass er auf ein Free-to-Play-Modell setzt. Zumindest hat er uns das im Interview geantwortet, als wir fragten, was man aus vergleichbaren Spielen lernen kann, deren Server frühzeitig das Zeitliche segneten (ja, wir reden von Concord).
Aber ein erfolgreicher Shooter muss natürlich trotzdem mehr bieten als nur einen kostenlosen Download, ansonsten hätte sich ja auch XDefiant gehalten, dem als groß angekündigten CoD-Konkurrenten nach rund einem Jahr Betrieb noch 2025 das Server-Aus bevorsteht. Doch selbst, wenn FragPunk das beste Spiel des Jahres sein sollte, wäre der Erfolg nicht garantiert. Denn ihm stehen als Hero-Shooter mit Valorant und Overwatch trotzdem starke Konkurrenten gegenüber, die seit Jahren den Spielermarkt beherrschen. Gerade an Valorant erinnert FragPunk doch stark und wird von der Shooter-Community als direkter Konkurrent gehandelt.
Was macht FragPunk anders?
Womit sich die neue Shooter-Hoffnung des chinesischen Entwicklers Bad Guitar Studio und des Publishers Netease absetzen will, ist ein spielbestimmendes Feature, das jede Runde einzigartig macht - so das Versprechen des Studios.
In FragPunk gibt es Fähigkeiten-Karten, die man einsetzen kann, um die Regeln des Spiels zu verändern. Das aber nicht wie etwa im Shooter Friends vs. Friends, wo jeder seine eigenen Karten während des aktiven Spiels als Fähigkeiten einsetzt, sondern zusammen als Team.
Welche der über hundert möglichen Modifikatoren man ins Spiel mitnimmt, wählt man vor jeder Runde aus einem zufälligen Kartenpool selbst aus. Dazu kann man in den Runden Orbs verdienen, die dann direkt bei einer Abstimmung in die Karten gesteckt werden, um sie freizuschalten. Stärkere Karten haben höhere Kosten, können dann aber auch über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Mit offenen Karten spielen
Zu den entsprechenden Modifikatoren gehören zum Beispiel ein Großer-Kopf-Modus für das gegnerische Team, oder ein Kleiner-Kopf-Modus für sich und seine Mitspieler. Man kann aber auch dafür sorgen, dass die gesamte Karte mit Unkraut überwuchert wird. Dadurch wachsen überall Jump-Pad-Pilze und Büsche, in denen man sich geduckt verstecken kann. Einige Karten geben einem dann noch aktive Fähigkeiten an die Hand, so dass man zum Beispiel seinen Lebensbalken mit einem Gegner tauschen kann.
Nicht alle Karten-Modifikatoren sind gleich stark. So gibt es etwa den extrem mächtigen aufgeladenen Sprung, durch den man nicht nur sehr hoch und sehr weit hüpft, sondern bei der Landung auch alle Gegner in der Nähe umschmeißt. Wer da eine Shotgun bei sich trägt, kann so mit Leichtigkeit eine ganze Gruppe aus dem virtuellen Leben pusten.
Mehrere Spielmodi zum Preis von einem
Die Auswirkungen sind umso spürbarer, da man im Hauptmodus Suchen-und-Zerstören nicht wieder in die Runde reinspringt, nachdem man abgeschossen wurde. Wirklich lange muss man die Schmach des frühzeitigen Ausscheidens aber nicht aushalten, die einzelnen Runden sind mit zweieinhalb Minuten nämlich knapp bemessen. Ein ganzes Match ist länger und geht so lange, bis ein Gesamt-Timer abgelaufen ist oder ein Team sich in maximal zwölf Runden als klarer Gewinner herausstellt.
