Piraten, Comics und ein legendärer Schatz: Darum könnte Flint: Treasure of Oblivion ein richtiges CRPG-Highlight werden!
Arrgh, Piraten, stecht in See, ein neuer Herausforderer nähert sich, der Baldur's Gate 3 vom Genrethron stoßen möchte!
Also, na ja, ... nicht wirklich. Flint: Treasure of Oblivion (jetzt kaufen 19,97 € ) ist zwar ein CRPG, aber ein deutlich zurückgefahreneres als der Platzhirsch, und eben mit nettem Piraten-Setting. Ich durfte das Abenteuer auf der Gamescom ausprobieren und dabei Säbel schwingen, einem Gefängnis entkommen und allerlei markige Freibeutersprüche zum Besten geben.
Ein Comic zum Spielen!
Was Flint auf jeden Fall auszeichnet, ist die Präsentation. Erzählt wird eine recht typische Piratengeschichte rund um Verrat und um den titelgebenden Captain Flint und seine Crew. Die erleben wir aber nicht in klassischen Zwischensequenzen, sondern sie wird mittels handgezeichneten Comic-Panels vorangetrieben, die qualitativ wirklich auf einem ganz eigenen Level sind.
So sehr, dass ich mir, bis ich irgendwann nachfragte, sicher war, dass es sich bei dem Spiel um die Umsetzung eines vorhandenen Comics handeln musste. Aber nein, die zahlreichen, zahlreichen Panels wurden frisch für das Spiel geschaffen, gezeichnet vom französischen Comicbuch-Künstler Fabrice Druet.
Sprachlos
Gut, die Panels zusätzlich mit Sprachausgabe zum Leben zu erwecken, da hätte wohl kaum jemand etwas dagegen gehabt. Aber klar, bei aller Qualität der Zeichnungen ist das hier immer noch ein kleines Projekt mit entsprechend geringem Budget, und ich denke, die Prioritäten wurden hier schon richtig gesetzt.
Spielerisch ist's dann zumindest in der Demo, die recht früh im Abenteuer angesiedelt ist, relativ simpel. Man rennt beziehungsweise klickt sich aus isometrischer Perspektive durch Gebiete, redet mit NPCs und sammelt allerlei Karten, die eine, im Kampf verschiedene Vorteile verschaffen.
Dann kann man sich etwa zu Combo-Angriffen mit den eigenen Mitstreiter*innen zusammentun, erhält in einer Angriffsphase eine weitere Aktion oder schlägt besonders fest zu.
Würfelkick dank Würfelglück
Abseits davon läuft die Strategie in den Kämpfen genretypisch darauf hinaus, dass man sich auf dem in Grids unterteilten Feld richtig positioniert, um zu attackieren, sich zu verteidigen oder die Umgebung zum eigenen Vorteil zu nutzen, indem man etwa ein Fass in Richtung eines ungeschützten Feindes rollt und ihn umwirft.
Auch Vertikalität ist ein wichtiger Faktor. Springt man einem Bösewicht von oben auf den Kopf, teilt man jede Menge Schaden aus oder bezwingt ihn gar mit nur einem Manöver.
Grundsätzlich hat man pro Figur und Runde zwei Aktionspunkte, und viele Aspekte des Kampfes, etwa wie man angreift, werden vom Würfel bestimmt. Am Anfang ist man da noch mit einem relativ simpel Würfel unterwegs, später, so sagte es uns ein Entwickler, wird man weitere Würfel und somit weitere Aktionen freischalten.
Arrr, das wird was!
Am Ende des Tages entpuppte sich Flint für mich beim Anspielen als relativ simples Spiel, allerdings mit dem Herz am rechten Fleck, einer Story, bei der ich gerne wissen will, wie sie sich weiterentwickelt und vor allem einer wirklich herausragend guten Comic-Panel-Präsentation. Hoffen wir, dass das Gameplay genug Abwechslung bietet, um die Spieler*innen bei der Stange zu halten.
Wann erscheint Flint: Treasure of Oblivion?
Flint: Treasures of Oblivion wird schon relative bald erscheinen, nämlich am 24. Oktober 2024. Neben der PC-Version, die während der Entwicklung im Mittelpunkt stand, wird es auch Umsetzungen für Playstation 5 und Xbox Series X/S geben. Eine Umsetzung für die Nintendo Switch ist offenbar nicht geplant.
