Final Fantasy 13-2 im Test: Das hat uns gestört

Test Viktor Eippert

Final Fantasy XIII-2 im ausführlichen Test für Play Station 3 und Xbox 360: Der direkte Nachfolger von Final Fantasy XIII bügelt praktisch jede Schwäche des Vorgängers aus und schickt euch auf eine spannende Reise durch Raum und Zeit. Was Final Fantasy XIII-2 so klasse macht und zu welchem umstrittenen Erzählmittel die Macher erstmals seit Erfindung der Serie greifen, lest ihr im folgenden Test!

Screenshots aus Final Fantasy XIII-2. Die Entwickler haben die Kritik an FFXIII gut umgesetzt. (1) Quelle: Square Enix Screenshots aus Final Fantasy XIII-2. Die Entwickler haben die Kritik an FFXIII gut umgesetzt. (1) Das hat uns an Final Fantasy XIII-2 gestört:
Unbefriedigender Abschluss (frei von Storyspoilern!)
Keine Sorge, wir verraten an dieser Stelle natürlich kein Sterbenswort über das Ende. Auch haben wir ganz bewusst "Abschluss" geschrieben und nicht "Ende". Denn das Finale von FF XIII-2 hat uns super gefallen! Zumindest wenn man sich das weg denkt, was genau danach folgt und was es in der 24-jährigen Serienhistorie von Final Fantasy bisher noch nie gab: ein Cliffhanger mit den Worten "Fortsetzung folgt"! Also wirklich liebes Square-Enix-Team. Entweder ihr lasst den Schluss so stehen (was wir als mutig empfunden und genau deswegen sehr geschätzt hätten) oder ihr schließt die Handlung ordentlich ab. Aber so führt kein Weg an dem Gefühl vorbei, die Story sei völlig beabsichtigt nicht zu Ende geführt, um den Rest für einen weiteren Teil oder zumindest einen DLC aufzusparen. Bei Final Fantasy X war das zum Beispiel wesentlich besser gelöst. Der Schluss hat sich auch wie einer angefühlt, war gleichzeitig aber noch so offen, dass man die Geschichte aufgreifen konnte. Was mit FF X-2 dann ja auch geschah.

Das Kristarium – die negativen Aspekte
Obwohl das neue Kristarium mehr Freiheit bei der Charakterentwicklung bietet, hat es auch seine Mankos. Hinderlich ist etwa, dass nicht angezeigt wird, welchen Bonus ein Kristallpunkt gewähren soll. Das wird erst klar, nachdem man ihn aktiviert – folglich, wenn es schon zu spät ist! Nicht so prickelnd ist auch die Anordnung der Kristalle. Die sind nun auf einer streng linearen Route angeordnet. Haben wir alle Kristallkugeln der Route durch, fängt der Weg danach eins zu eins von vorne an. Dadurch fühlt man sich wieder eingeschränkt! Einzig cool daran ist, dass wir jedes Mal einen Bonus wählen dürfen, zum Beispiel einen Bonus auf die Effizienz einer Rolle oder einen weiteres ATB-Balken.

Screenshots aus Final Fantasy XIII-2. Die Entwickler haben die Kritik an FFXIII gut umgesetzt. (10) Quelle: Square Enix Screenshots aus Final Fantasy XIII-2. Die Entwickler haben die Kritik an FFXIII gut umgesetzt. (10) Keine beschwörbaren Bestia
Klar, das ist nicht das erste Final Fantasy ohne Bestia in der eigenen Truppe. Schade ist es trotzdem, dass die Beschwörungszauber nicht mit dabei sind – immerhin gehören die oft auch als "Summons" bekannten Wesen zum Kult um Final Fantasy und sollten eigentlich in keinem Teil fehlen. Und wer würde schon freiwillig auf die bildschirmfüllenden Superattacken der Bestia verzichten? Wir jedenfalls nicht!

Auf zwei Spielfiguren begrenzte Heldenparty
So spaßig das Monstersammeln ist, so befremdlich ist es, Final Fantasy mit einer Party aus gerade Mal zwei Charakteren zu spielen. Das Schöne an den großen Heldentruppen in Final Fantasy ist die dadurch entstehende Gruppendynamik. Und die komm in FF XIII-2 ein bisschen kurz. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass wir aufgrund der vielen Interaktionen mit Nebenfiguren und alten Bekannten aus dem Vorgänger kaum merkten, wie klein die Party eigentlich ist.

Mehr zu Final Fantasy 13-2 findet ihr auf unserer Themenseite.

Wertung zu Final Fantasy 13-2 (X360)

Wertung:

90 /10
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