F1 2019 im Test: Kann Codemasters die Pole-Position ergattern? - Video-Update

Test Maximilian Paffrath
F1 2019 im Test: Kann Codemasters die Pole-Position ergattern? - Video-Update
Quelle: PC Games

Am 28. Juni erscheint der neuste Ableger der F1-Serie aus dem Hause Codemasters. Die Entwickler versprechen im neuen Teil hübschere Grafik und einen verbesserten Karrieremodus. Des Weiteren ist seit diesem Jahr die Ausbildungsklasse Formel 2 im Spiel enthalten. Im Test erfahrt ihr, ob die Entwickler nicht zu viel versprochen haben und was im Spiel tatsächlich alles enthalten ist.

Mittlerweile führt Lewis Hamilton das Klassement der Formel 1 wieder gnadenlos an. Es bleibt also weiterhin abzuwarten, ob Teams wie Ferrari oder Red Bull in naher Zukunft mit den Silberpfeilen mithalten können, das gilt zumindest im echten Leben. In F1 2019 (jetzt kaufen 54,99 € ) habt ihr jedoch die Chance, Mercedes schon jetzt den Rang abzulaufen. Ohne Frage keine einfache Aufgabe. Aber der Reihe nach.

Hilfe beim Einsteigen

F1 2019 aus dem Hause Codemasters schmeißt euch, wie auch schon in den Jahren zuvor, keinesfalls ins kalte Wasser. Spieler, die noch nie ins virtuelle Cockpit eines Formel-1-Boliden gestiegen sind, bekommen die Königsklasse des Rennsports mit all ihren Facetten und Regeln erklärt. Wenn also jemand zum Beispiel nicht weiß, was es mit dem "Drag Reduction System" (DRS) auf sich hat, bekommt das System im Tutorial in einem kurzen Video schnell erklärt. Sodann weiß der Spieler, dass es sich um den hochklappbaren Heckflügel handelt, mit dem man in den DRS-Zonen zusätzliche Geschwindigkeit aus seinem Rennauto herauskitzelt. Auch lassen sich bei den Fahrten allerhand Hilfen aktivieren.

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Wollt ihr also nicht, dass ihr bei einem der gefürchteten Regenrennen beim Belgien-Grand-Prix in Spa Francorchamps in der berühmten Eau-Rouge-Kurve die Bodenhaftung verliert, könnt ihr in den Einstellungen die Traktionskontrolle einschalten. Das Risiko, dass ihr euch dann auf der Strecke dreht, wird somit deutlich gesenkt. Gerade, wenn man die Bremspunkte eines Rundkurses noch nicht verinnerlicht hat, kann das ziemlich hilfreich sein.Aber auch in dieser Hinsicht nimmt euch das Spiel an die Hand, wenn ihr das wollt. So könnt ihr ganz einfach die Ideallinie einschalten, wahlweise komplett oder nur für die Kurven. Damit seht ihr immer, wie ihr euch einer Kurve nähern und abbremsen solltet. Falls es euch trotz aller Hilfen doch mal ins Kiesbett verschlagen oder euch ein Max Verstappen mal wieder gedreht hat, dürft ihr zurückspulen und euren Fehler wiedergutmachen.All diese Hilfen sind natürlich optional. Solltet ihr auf der Suche nach realistischen Fahreinstellungen sein, ist es euch möglich, alle Hilfen auch zu deaktivieren. Dann sollte man sich jedoch auf schwer kontrollierbare Boliden und blockierende Räder einstellen und auch eine gewisse Streckenkenntnis ist unerlässlich. Gerade dann empfehlen wir euch dringend, mit einem Lenkrad zu spielen. Mit einem Controller oder gar nur der Tastatur ist die Steuerung angesichts solch schwieriger Renneinstellungen reichlich unpräzise. Das mussten wir vor allem beim Stadtkurs von Monaco am eigenen Leib erfahren. Dort küssten wir nämlich ein ums andere Mal die Leitplanke und schrotteten unseren Wagen.

Die Nacht von Singapur

Dem Wiederholungs-Feature sei Dank konnten wir uns immerhin trotzdem jederzeit der tollen Atmosphäre der legendären Strecke hingeben. Aber nicht nur Monaco brachte uns zum Staunen: Auch die anderen der insgesamt 21 Rennkurse der Formel-1-Saison 2019 sehen wirklich toll und realitätsnah aus. Allen voran die Nachtrennen in Bahrain und Singapur wussten zu überzeugen. Codemasters hat hier im Vergleich zum letzten Jahr noch mal an den Lichteffekten geschraubt. Vor allem die Scheinwerfer sehen nun wieder ein Stück schöner und realistischer aus und spiegeln sich besser in den Formel-1-Boliden. Die Soundkulisse des Regens hat Codemasters nach eigener Aussage ebenfalls überarbeitet. Das fiel uns aber beim Testen des Spiels kaum auf, da sich der Sound des herabtropfenden Nass auch in den vorherigen Ablegern der Spieleserie schon toll anhörte. Bei all dem Lob für die schöne Umsetzung der Strecken müssen wir aber trotzdem auf drei kleinere negative Aspekte eingehen, die uns beim Spielen aufgefallen sind.

Teilweise kam es zu merkbaren Framerate-Einbrüchen, allen voran beim Anschauen der Rennwiederholungen. Darüber hinaus kam es in hektischen Rennsituationen und bei vielen Autos im Bild gelegentlich zu nervigen Pop-Ups. Gerade wenn höchste Konzentration angesagt ist, kann ein plötzlich aufploppender Werbeaufsteller neben der Strecke gehörig irritieren und wichtige Sekunden kosten. Wenn man Aufsteller dann wenigstens auch lesen könnte, hätten sie ihren Werbeauftrag ja erfüllt. Unscharfe Texturen verhinderten jedoch hin und wieder selbst das. Bevor aber jetzt Panik ausbricht, können wir euch beruhigen: Die Framedrops beziehen sich fast ausschließlich auf die Replays. Die Pop-Ups und die teils unscharfen Texturen begrenzten sich während unserer mehrtägigen Testsession lediglich auf besagte Werbeaufsteller neben der Straße und kamen auch nur sehr selten vor.

Champus für alle

Ansonsten ist die Präsentation der Rennwochenenden herausragend gut gelungen. Heiko Wasser, den die meisten von euch als Formel-1-Kommentator bei RTL kennen, und Stefan Römer versorgen euch vor den freien Trainings, Qualifyings und Rennen mit persönlichen Einschätzungen sowie hilfreichen Informationen zu den verschiedenen Rennstrecken. So erzählen sie euch zum Beispiel, welche Kurven besonders schwierig sind, wo die besten Überholmöglichkeiten existieren und wie schnell die Reifen verschleißen können. Vor den Rennen wird zudem die Startaufstellung per Grafik eingeblendet. Falls man durch eine Strafe um ein paar Startplätze nach hinten verschoben wurde, wird dies sogar erwähnt - sehr authentisch! Nach einem Rennen wird, egal ob ihr es tatsächlich auf das Podium geschafft habt oder nicht, die Siegerehrung gezeigt. Natürlich mit Hauptaugenmerk auf den feuchtfröhlichen Champagnerduschen. Gerade wenn ihr einen der drei oberen Plätze ergattert habt, fühlt ihr euch wie ein echter Profi-Rennfahrer und werdet im Normalfall von einem Hamilton, Bottas oder Vettel mit Champagner überschüttet. Denn der Realismus hört bei der TV-Präsentation keinesfalls auf! Wie auch in der realen Formel 1 werdet ihr kaum die Gelegenheit bekommen, euch mit anderen Teams als Mercedes, Ferrari und mit Abstrichen auch Red Bull das Treppchen zu teilen, dafür sind diese Crews auch im Spiel zu stark und dominant. Wollt ihr den oben genannten Teams dennoch den Rang streitig machen, eignet sich dafür am besten der Karrieremodus.

  1. Seite 1 Das Gameplay von F1 2019
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