Wenn es in der Formel 1 mal kracht, dann richtig! Dann fliegen Teile durch die Gegend und Autos fangen an zu brennen.
Ziemlich genau ein Jahr ist es jetzt her, dass Electronic Arts zum Launch der PS2 ein Formel-1-Spiel veröffentlicht hat, dass bei weitem nicht den hohen Standard erfüllt hat, den man von Spielen dieses Publishers normal gewohnt ist. Mäßige Grafik und deutliche Schwächen im Gameplay waren der Hauptgrund für die schlechte Wertung von 67 %, die das Spiel damals zu Recht eingeheimst hat. Sonnenklar, dass sich EA für den mit Spannung erwarteten Nachfolger einiges vorgenommen hat. Schon nach kurzer Spielzeit wird deutlich, dass sich die Jungs von EA die berechtigte Kritik wirklich zu Herzen genommen und praktisch jede Unzulänglichkeit des Vorgängers ausgebügelt haben. Was sich vor allem in grafischer Hinsicht getan hat, ist fast schon phänomenal. Anstatt teilweise übler Ruckelorgien erwartet Sie ein absolut flüssiges Rennsporterlebnis. Im Vergleich zu F1 Racing Championship Season 2000 wirken auch die Farben deutlich kräftiger. Sehr gut gelungen sind, wie von EA gewohnt, die akkuraten Umsetzungen der 17 Pisten, auf denen in der Saison 2001 gefahren wurde. Sämtliche Details, die jede dieser Rennstrecken so einzigartig machen, wurden in liebevoller Kleinarbeit beim Streckendesign bedacht. Der zweite Hauptkritikpunkt am Vorgänger war zweifellos die lieblose Umsetzung der verschiedenen Spielmodi. Glücklicherweise haben die Entwickler auch hier gewaltig nachgebessert. Vor allem der Multiplayer-Modus wurde erweitert und eignet sich jetzt hervorragend als Party-Spaß für bis zu acht Spieler. Wenn man das erste Mal ins Cockpit steigt und die Kameraperspektiven durchschaltet, fällt sofort auf, dass es jetzt zwar eine Ansicht weniger gibt. Dafür können Sie jetzt aber in einer schwer zu fahrenden, aber interessanten Cockpit-Perspektive über die Rennstrecken heizen. Die Boliden fahren sich auch definitiv anders als im Vorgänger, was nicht heißen soll, das Fahrverhalten sei schlecht. Ganz im Gegenteil. Hat man sich erst mal daran gewöhnt, dann kann man schon nach kurzer Zeit Bestzeiten hinlegen, gute Streckenkenntnis natürlich vorausgesetzt.
