Ein Schulterblick hilft nicht nur im Straßenverkehr.
Ein Spiel zu den Evil Dead-Kultfilmen braucht genau drei Dinge: Bruce Campbell, eine Kettensäge und einen Boomstick - und dieses Spiel bietet genau das zum günstigen Preis von gerade mal 20 Euro. Mehr hätte man aber auch nicht verlangen können. Dazu ist die Technik zu veraltet und das Spielprinzip zu eintönig. Bis auf wildes Gemetzel hat der Titel nämlich wenig zu bieten. Fans der Horrorreihe ist Fistful of Boomstick dennoch - oder gerade deswegen - uneingeschränkt zu empfehlen. Die erwartet ein Spiel, das nicht an den Problemen anderer Lizenztitel krankt. So hat man sich nicht auf eine 1:1-Umsetzung der Filme versteift, sondern bekannte Elemente in ein eigenständiges Game verpackt. Besonders cool sind die lässigen Sprüche, die Bruce Campbell ständig vom Stapel lässt. Der verleiht dem Spiel den Schuss Humor, der schon Armee der Finsternis so unverkennbar gemacht hat. Aber auch andere gelungene Effekte werden Kenner der Horrorfilme wiedererkennen. Wenn Sie zum Beispiel durch einen Zauberspruch von einem Untoten Besitz ergreifen, wird Ihnen eine Kamerafahrt präsentiert, nicht unähnlich denen der Filme. So gelungen der Lizenz-Aspekt aber auch sein mag, der Titel hat dafür an anderen Stellen Probleme. Das Spielgeschehen ist ebenso eintönig wie blutig, das Leveldesign wiederholt sich, der Sound untermalt das Spielgeschehen passend, aber unspektakulär, die Umgebungsgrafik kommt etwas trist daher und die Rätsel sind zwar einfach, aber oft undurchsichtig. Bruce-Campbell-Fans dürften aber darüber hinwegsehen und können sich auf ein paar vergnügliche Stunden mit dem S-Mart-Angestellten freuen.
Bildergalerie: Evil Dead: A Fistful of Boomstick
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