In diesem Raum trefft ihr zu Beginn des Spiels eine folgenschwere Entscheidung.
Tolles Kampfsystem
Bevor ihr jedoch einen Finishing-Move ansetzen könnt, müsst ihr die Feinde erst mächtig traktieren. Behilflich hierbei sind euch charakterspezifische Waffen. So greifen manche Charaktere auf Säbel zurück, während andere ein Schwert bevorzugen. Auch Schusswaffen stehen euch zur Verfügung. Auf Knopfdruck könnt ihr bestimmte Körperteile eurer Gegner ins Visier nehmen. Das ist wichtig, da manche Gegner nur mit der richtigen Taktik zu besiegen sind. Äußerst nützlich sind auch die zahlreichen Zaubersprüche, die ihr im Lauf des Spiels erlernt. Mit diesen könnt ihr euch beispielsweise heilen, Gegenstände reparieren oder euer Sanity Meter auffüllen. Besonders gute Dienste im Kampf verrichtet die ausgezeichnete Kamera. Diese ist weder starr, noch müsst ihr sie von Hand nachjustieren. Die clever gewählten Kamerawinkel sowie die geschickte Kamerafahrten geben euch das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein und gewähren euch eine perfekte Übersicht über die Situation. Dank der einfachen Steuerung waren Schwertkämpfe gegen Zombies und andere Unholde nie unterhaltsamer.
Technisch eindrucksvoll
Unterstützt wird die gute Spielbarkeit durch eine beeindruckende Technik. Die Grafik läuft stets flüssig und sieht dabei noch gut aus. So punktet die Optik vor allem mit grandiosen Lichteffekten und hervorragenden Texturen. Beispielsweise hätte man die im Spiel vorkommende Kathedrale grafisch kaum besser darstellen können. Nicht minder beeindruckend sind die Charaktere, die größtenteils aus einer Vielzahl von Polygonen bestehen und äußerst realistisch wirken. Erstaunlich ist aber, dass ausgerechnet die Hauptcharaktere teilweise etwas schlechter aussehen als die Nebencharaktere. Die Musik ist auf einem ähnlich hohen Niveau wie die Grafik und unterstützt das Spiel mit atmosphärischen Melodien. Der-Dolby-Pro-Logic-II-Surround-Sound trägt seinen Teil zur Atmosphäre bei und zählt zum Besten, was es bisher auf dem GameCube zu hören gibt. Schade ist nur, dass meist nur ein Musikstück pro Level geboten wird. Neben der tollen Grafik und dem atmosphärischen Sound, tragen auch die kurzen Ladezeiten zum Spielvergnügen bei. Lediglich beim Starten des Spiels muss der Spieler kurz warten. Schwachpunkte
Allerdings ist auch Eternal Darkness nicht perfekt. So sehr uns das Spiel auch in seinen Bann gezogen hat, gibt es ein paar Kritikpunkte. Man darf zum Beispiel nicht erwarten, dass Eternal Darkness eine Revolution des Action-Adventure-Genres darstellt. Das Spiel braucht zudem ein wenig Zeit, um in die Gänge zu kommen. Würde man das Spiel nur nach dem ersten Kapitel beurteilen, würde man Eternal Darkness nicht gerecht. Das Spiel steigert sich von Kapitel zu Kapitel und wird immer spannender. Ähnlich verhält es sich mit der Grafik. Während ihr zu Beginn des Spiels nur eine solide bis gute Optik zu Gesicht bekommt, wird die Grafik in den späteren Levels immer spektakulärer. Wenig Spektakulär sind dagegen die Rätsel, die meist relativ leicht zu lösen sind. Kritisieren kann man auch, dass sich einige Schauplätze, trotz kleinerer Veränderungen, zu sehr ähneln. So grandios das Kampfsystem auch ist, kommt die Taktik in den Kämpfen gelegentlich zu kurz. Hier hätten wir uns ein paar schwierigere Gegner gewünscht. Auch die Gesamtspielzeit beim einmaligen Durchspielen, circa 15 Stunden, hätte ruhig etwas länger ausfallen dürfen. Nichtsdestotrotz zählt Eternal Darkness zu den Highlights des Jahres. Die PAL-Anpassung haben die Entwickler gut hinbekommen. Das Spiel kommt ohne PAL-Balken aus und unterstützt den 60-Hertz-Modus. Auch die stimmungsvolle deutsche Übersetzung kann sich sehen lassen. Den Entwicklern ist ein hervorragendes Spiel gelungen, dass sich kein GameCube-Besitzer entgehen lassen sollte. Nur die etwas jüngeren Spieler müssen zurückstehen, Eternal Darkness ist erst ab 16 Jahren freigegeben.
