EA im Visier: Rekord-Übernahme könnte Branche erschüttern - 50 Milliarden US-Dollar für Battlefield und Co.

News Michael Miskulin
EA im Visier: Rekord-Übernahme könnte Branche erschüttern - 50 Milliarden US-Dollar für Battlefield und Co.
Quelle: EA

Electronic Arts könnte bald Geschichte schreiben - nicht mit Spielen, sondern mit einem Rekord-Deal. Eine Investorengruppe plant, den Publisher für 50 Milliarden US-Dollar von der Börse zu nehmen.

Electronic Arts, einer der größten Publisher der Videospielbranche, steht laut eines Berichts des Wall Street Journal möglicherweise vor einer historischen Übernahme. Eine Investorengruppe, der unter anderem die Private-Equity-Firma Silver Lake und der saudische Staatsfonds angehören, soll planen, EA für rund 50 Milliarden US-Dollar zu privatisieren. Damit wäre es der größte fremdfinanzierte Buyout in der Geschichte - eine Transaktion, die den Spielemarkt tiefgreifend verändern könnte.

Gefahren und Risiken des Buyouts

Das Verfahren birgt erhebliche Risiken: Der Kauf wird größtenteils durch Kredite finanziert, bei denen das übernommene Unternehmen selbst für die Schulden haftet. Sollte EA die Zinslast nicht tragen können, drohen Restrukturierungen, Schließungen und Entlassungen. Zwar entspricht die verhandelte Summe in etwa dem Marktwert von EA, doch die Folgen eines so gewaltigen Deals sind schwer absehbar.

Mit dem Einstieg des Public Investment Fund aus Saudi-Arabien würde ein Akteur seine Position im globalen Spiele- und Unterhaltungsmarkt weiter ausbauen, der bereits Anteile an Nintendo, Capcom und EA selbst hält. Kritiker sprechen in dem Falle von "Sportswashing", da Investitionen in Fußball, Wrestling, Filme und eben Videospiele auch dazu dienen könnten, von Menschenrechtsfragen im eigenen Land abzulenken.

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Für EA selbst käme die Übernahme in einer Phase des Umbruchs. Der Publisher hat in den letzten Jahren an Boden verloren: Der Verlust der FIFA-Lizenz, der Rückschlag bei Bioware und Umstrukturierungen im Studio-Portfolio haben Spuren hinterlassen. Gleichzeitig stehen wichtige Spielemarken wie Battlefield im Rampenlicht. Ob ein 50-Milliarden-Deal frischen Aufwind oder weitere Einschnitte bedeutet, bleibt zunächst offen. Sollte der Buyout jedoch gelingen, würde er nicht nur EA, sondern die gesamte Branche erschüttern.

Was denkt ihr: Könnte ein solcher Mega-Deal EA und seine Marken langfristig stärken oder droht den Studios ein düsteres Schicksal? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zu diesem Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet.

Quelle: Wall Street Journal

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