E3 2009: Kommt ein neues Zelda für Wii? Enthüllt Microsoft endlich Halo 4? Wo bleibt ein neues Super Mario für Wii? Die E3 2009 steht vor der Tür und soll wieder an Bedeutung gewinnen. Wir lassen die einst größte und wichtigste Spiele-Messe Revue passieren.
Die Anfänge der E3
Quelle: ESA
Das Logo der E3 (Electronic Entertainment Expo).
Halo 4, Mass Effect 2, Super Mario Galaxy 2, ein neues Zelda für Wii - die E3 2009 steht vor der Tür und öffnet damit auch das große Tor der Spekulationen. Was enthüllen die Entwickler dieses Jahr? Es ist äußerst spannend, denn mit diesem Jahr soll die Messe wieder an Bedeutung gewinnen - nachdem die beiden vergangenen Messen für Spiele-Fans eher enttäuschend waren. In unserem Special schwelgen wir in der Vergangenheit, blicken in die Kinderschuhe der E3, lassen die Messen Revue passieren und hoffen natürlich auch gleichzeitig, dass uns mit der E3 2009 wieder spannende Spiele, samt Screenshots und Videos präsentiert werden. Ab dem 1. Juni geht's los - auf Videogameszone.de werdet ihr natürlich mit allen Meldungen versorgt! Der große E3 2009-Thread im Forum bietet natürlich genügend Platz für ausschweifende Spekulationen - diskutiert mit!
Zuerst müssen wir eine Frage klären: Wer ist die ESA überhaupt? Gegründet im Jahr 1994 unter dem Namen Interactive Digital Software, ist sie eine Interessenvertretung für Publisher. Sie kümmert sich seit jeher um Marktanalysen und übernimmt die Wahrnehmung von Urheberrechten für die der Organisation angehörenden Unternehmen. Dazu zählen unter anderem Atari, Electronic Arts, Konami, Microsoft, Sony, THQ und Ubisoft. Seit 1995 richtet IDS jährlich die E3, die Electronic Entertainment Expo, aus. Zugelassen sind lediglich Fachbesucher und akkreditierte Presse. 2003 erfolgt die Umbenennung von Interactive Digital Software in Electronic Software Asscoiation.
1995 öffnete die erste E3 ihre Pforten in Los Angeles, Kalifornien. Sie wurde flankiert von einer neuen Konsolengenration. Sega stellte den Sega Saturn vor, Sony die Playstation, Nintendo den Virtual Boy und SNK den NeoGeo CD. Zwar nannten die Japaner auf der E3 erste Spezifikationen des Nintendo Ultra 64, Hardware wurde jedoch nicht gezeigt. Später entschied sich Nintendo, die Konsole in N64 umzubenennen.
1996 fand die E3 abermals in Los Angeles statt. Während Epic die Unreal Engine vorstellte ohne jedoch erste Gameplay-Szenen zu zeigen, stellte Blizzard eine frühe Version von Starcraft vor. Auch Final Fantasy VII war auf der E3 1996 vertreten. Nintendo enthüllte das N64 und das dazugehörige Super Mario 64.
1997 wurde es richtig interessant. Die E3 zog nach Atlanta in Georgia und die heute populären Ego-Shooter Half-Life (dt.) und Unreal wurden vorgestellt. Auch das umstrittene Daikatana und Prey waren erstmals zu sehen. Prey erschien übrigens, ganz in 3D-Realms-Manier, im Jahr 2006. Half-Life (dt.) räumte bis heute 51 Game-of-the-Year-Awards ab. Die daraus entstandene Half-Life-Franchise verkaufte bis Juli 2006 mehr als 20 Millionen Versionen. Daikatana hingegen gilt heute als einer der größten Flops der Industrie. Der Ego-Shooter wurde von Beginn an gehyped und von John Romero, ursprünglich Entwickler bei id Software und als "Vater der Ego-Shooter" bekannt, beworben und entwickelt. Doch der Release verzögerte sich aus diversen Gründen immer und immer wieder. In der Zwischenzeit sicherte sich das zuständige Entwicklerstudio Ion Storm ein luxuriöses Büro im obersten Stock eines riesigen Wolkenkratzers in Dallas und John Romero stellte seine damalige Freundin und das spätere Playboy-Model Stevie Case als Level Designer ein. Kurios... Daikatana floppte. Es hinkte Größen wie Unreal Tournament und einem in Deutschland indizierten id-Shooter grafisch hinterher und nervte zum Beispiel mit einem begrenzten Speichersystem. Daikatana war der Anfang vom Untergang für Ion Storm in Dallas und für die Person John Romero.
