Driver: San Francisco - Alles wieder gut? Wir haben's auf der E3 gespielt!

Special Sebastian Srb

Anfangs gut, später miserabel - Driver ist ein Synonym für verpasste Chancen und schlechte GTA-Kopien. Driver: San Francisco soll zurück zu den Wurzeln. Wir haben es uns auf der E3 präsentieren lassen.

Die ersten beiden Teile Ende der Neunziger waren nahezu revolutionär. Driver und Driver 2 haben auf der Playstation fast schon das gemacht, was GTA 3 auf der Playstation 2 erst noch schaffen sollte. Die Reihe gab Anfangs noch den Ton im Bereich der Open-World-Spiele an - und wurde von Rockstar dann links überholt. Aber anstatt selbstbewusst darauf zu reagiern und die Stärken zu verbessern, versuchte man damals GTA 3 zu kopieren. Und versagte. Nicht mal das recht solide Driver: Parallel Lines konnte einen nennenswerten Eindruck hinterlassen, es war nur ein Versuch die Marke zu beleben. All das soll sich - wieder einmal - ändern. Driver: San Francisco soll sich wieder auf die Spuren der Anfänge der Serie begeben und das liefern, was Driver stark machte: Rasante, pure Autofahrten. Auf der E3 konnte es Redakteur Jürgen Krauß anspielen.

Driver? Bloß nicht!
Bilder aus Driver: San Francisco. Quelle: Ubisoft Bilder aus Driver: San Francisco. So hohe Erwartungen hat man an Driver einfach nicht mehr, deswegen direkt das Fazit vorweg: Überraschend positiv! Alles in allem scheint Ubisoft sich den Gedanken "Zurück zu den Wurzeln" wirklich auf eine große Leinwand im Entwicklerstudio geschrieben zu haben. Man möchte die Stärken des ursprünglichen Driver wieder in den Vordergrund stellen und nicht versuchen ein kopiertes GTA zu machen. Im besten Fall sogar die Spur vorzugeben, wie zum Beispiel mit dem "Shift"-Feature. Mit diesem Feature kann durch einen Knopfdruck von Auto zu Auto gesprungen werden. Ein merkwürdiges Feature, das spielerisch sicherlich Sinn ergibt. Aber geschichtlich?

Wie kam bitteschön Hautpdarsteller John Tanner an diese Fähigkeit? Achtung anschnallen: Tanner hatte einen Unfall und lag danach im Koma, als er wieder erwacht, weiß er nicht, dass er im Koma lag und hat jetzt einfach diese Fähigkeit von Auto zu Auto zu springen. Ohne Scheiß. Wenn man die sehr bizarre Storyerklärung für diese Fähigkeit von Tanner außen vorlässt, dann ist die "Shift"-Funktion zumindest aus Gameplay-Sicht sehr interessant und sogar ein bisschen revolutionär. Sie beschleunigt das Tempo enorm und bietet einige interessante spielerische Kniffe. Spielerisch konzentriert man sich dennoch auf die Wurzeln. Soll heißen, dass alles Bekannte aus dem ersten und zweiten Teil wieder beachtet wurde: Driften, Fahren durch "Backalleys", und so weiter.

Driver? Autofahren!
Außerdem wurden über 100 Autos in das Spiel integriert, darunter lizenzierte Karren, wie ein Fiat 500 oder der bekannte DeLorean aus "Zurück in die Zukunft"(!). Auch San Francisco wurde abwechslungsreich und sehr authentisch nachgebaut. Jürgen Krauß konnte mehrere Ecken direkt wiedererkennen.

Der Mehrspielermodus konnte vor Ort angespielt werden. Der gespielte Modus ist für vier Spieler ausgelegt. Es gibt ein Zielfahrzeug, das vom Computer gesteuert wird und gelbe Streifen hinter sich herzieht. Übrigens ähnlich wie im Singleplayermodus bei Verfolgungsjagden. Wer am nahsten an das Zielfahrzeug herankommt und auf der gelben Spur fährt, bekommt Punkte. Derjenige, der als erstes 100 Punkte hat, gewinnt. Der Clou an der Sache: Jeder konnte ständig "Shift" benutzen und in das nächste Auto springen. Das machte es sehr abwechslungsreich und spaßig!

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