Nakatomi Plaza dürfen Sie natürlich auch wieder unsicher machen.
John McClane ist bekannt dafür, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Diesmal ist es aber nicht er, der sich in einer prekären Lage wieder findet, sondern sein Töchterchen. Der Papa macht sich also auf den Weg, um den Nachwuchs aus den Klauen dreister Kunstdiebe zu befreien und ganz nebenbei den Anführer der Bande dingfest zu machen. Aber mal ehrlich - wollen Sie wirklich in die Haut eines alternden Polizisten schlüpfen? Komplett mit graumeliertem Haar und Bierbauch, der in den 80ern noch straff war und in weißem Feinrip noch richtig gut aussah? Die geniale Atmosphäre der alten Actionfilme mag in diesem Egoshooter irgendwie nicht so richtig rüberkommen. Selbst einige nette Ideen wie der Hero-Time-Effekt, der das Spiel kurzzeitig in Zeitlupe laufen lässt während Beethovens Neunte gespielt wird, können den Titel nicht retten. Die Pseudo-Charakterinteraktion, die im Endeffekt gar nichts bringt, eine zu keinem Zeitpunkt flüssige Grafik, die eigentlich gar nicht mal so übel wäre, und die Gegner-KI ziehen den Gesamteindruck einfach zu weit nach unten. Auch die wenigen Rücksetzpunkte machen die Gangsterjagd nicht unbedingt leichter. In den verschiedenen Multiplayer-Modi gibt es dieses Problem zwar nicht, durch das ständige Ruckeln und die wenig spektakulären Levels ist der aber ebenfalls keine Konkurrenz für Titel wie Timesplitters2.
