Weihnachten! Sommer! Und jetzt auch noch zu Ostern!
Mit der Trilogie um Frodo und den Herrn der Ringe hat alles angefangen. Inzwischen erleben wir im Kino nicht mehr nur zur Weihnachtszeit, sondern auch als Oster-Hit oder Sommer-Blockbuster neue Fantasy-Abenteuer auf Zelluloid. Ob Harry Potter, Narnia, Eragon der Der Goldene Kompass: Drachen, Elfen und Magie sorgen so gut wie immer für klingelnde Kinokassen.
Die Geheimnisse der Spiderwicks - Das Anwesen der Spiderwicks wimmelt nur so von Feen und Kobolden – Jared hat davon jedoch noch keine Ahnung.
Ab dem 13. März heißt der nächste Streich der Märchenerzähler Die Geheimnisse der Spiderwicks. Ähnlich wie Harry Potter basiert die Verfilmung auf einer Kinderbuch-Serie namens Die Spiderwick-Geheimnisse, die sich dadurch auszeichnet, dass sie sehr liebevoll illustriert ist, und als Grundlage die irische Sagenwelt hat.
Vier gewinnt?
Im zum Filmstart passenden Videospiel übernehmen Sie abwechselnd die Rolle der drei Geschwister Jared, Simon und Mallory. Leider können Sie sich nicht aussuchen, wen Sie steuern. Nach bestimmten Zwischensequenzen wechselt einfach die Hauptperson. Jeder der drei hat andere Fähigkeiten. So ist Jared ein Haudrauf, der Gegner gerne mit dem Baseballschläger vermöbelt. Sein Zwillingsbruder Simon strengt lieber sein Köpfchen an, bastelt aus herumliegenden Gegenständen nützliche Accessoires und erledigt Feinde mit einer Spritzpistole, die mit Anti-Kobold-Brühe gefüllt ist. Die große Schwester Mallory wiederum ist Expertin mit dem Degen, was dazu führt, dass sie sich immer wieder mit besonders fiesen Koboldgegnern auseinandersetzen muss.
In unregelmäßigen Abständen dürfen Sie auch das Wichtelmännchen Thimbletack steuern. Mit diesem kleinen Mann geht es dann durch die Holzwände des Landhauses, um verborgene Gegenstände zu finden und angriffslustige Kakerlaken zu erledigen.
Überschaubar
Obwohl Die Geheimnisse der Spiderwicks von den actionerprobten Stormfront Studios entwickelt wurden, die bereits mit Eragon und Der Herr der Ringe: Die zwei Türme zum festen Bestandteil im Bereich der Fantasy-Versoftungen geworden sind, steht hier der Action-Anteil eher im Hintergrund. Sie müssen zwar auch kämpfen, aber bei den meisten Aufgaben steht das Suchen von Gegenständen und Lösen von Rätseln auf dem Plan.
Die Geheimnisse der Spiderwicks
Um sich mit zusätzlichen Spezialfähigkeiten einzudecken, müssen kleine Flatter-Feen mit einem Schmetterlingsnetz gefangen werden. Bevor diese jedoch ihre Fähigkeiten mit Ihnen teilen, müssen Sie zunächst noch eine Zeichnung des fantastischen Wesens anfertigen. Danach ist das Quest-Tagebuch nicht nur ein wenig dicker, sondern es steht Ihnen auch ein Heilzauber, ein Sprintmagier oder Ähnliches per Y-Knopf zur Verfügung. Auffällig ist zudem, dass das bespielte Areal sehr übersichtlich ist. Es gibt das Haus und Grundstück der Spiderwicks, hinzu kommen ein Wald und ein Steinbruch. Ab und zu überrascht das Spiel mit einer weiteren Location wie einer unterirdischen Höhle.
Technisch eher mies
Wenn man auf die Grafik der Filmumsetzung schaut, überkommt einen das kalte Grausen. Die Charaktermodelle sind ja noch halbwegs gut, aber die Texturarmut und die grobkantige Umgebung wecken den Eindruck, als hätte man es mit einem Spiel aus dem letzten Jahrtausend zu tun. Und genauso bieder kommt auch der Zweispielermodus daher. In einem Areal darf man gemeinsam Kobolde verdreschen und Feen fangen und nach Ablauf des Zeitlimits wird ausgezählt - das Ganze ist ebenso veraltet wie die Grafik. Bleibt nur noch der Sound positiv zu erwähnen. Sehr gut abgemischte Soundeffekte und die originale Filmmusik sorgen für einen netten "Mach mal lauter"-Effekt.
