Deus Ex: Mankind Divided - DLC-Mission für Vorbesteller im Test: Desperate Measures ist eure Zeit nicht wert
Special
Wer Deus Ex: Mankind Divided vorbestellt hat oder gleich zu Release kauft, fragt sich vermutlich: Was taugt die in der Day One-Edition enthaltene Extra-Mission? Der DLC-Test zur Mini-Erweiterung Desperate Measures liefert die ernüchternde Antwort.
Deus Ex: Mankind Divided vorbestellt oder die Day-One-Edition gekauft? Dann bekommt ihr (nach der Abkehr von den ursprünglich geplanten Pre-order-Extras, die auf wenig Gegenliebe stießen) unter anderem eine zusätzliche Mission für das Action-Rollenspiel namens Desperate Measures (zu Deutsch: Verzweifelte Maßnahmen). PC Games hat dieses Mini-Add-on im Rahmen des großen Deus Ex 4-Tests bereits vorab durchgespielt und verrät euch, warum Entwickler Eidos Montreal mit dem kurzen Missions-Snack kein großer Wurf gelungen ist.
Quelle: PC Games
Wer im Tarvos-Gebäude Alarm auslöst, der bekommt es mit schwer bewaffneten Wachrobotern zu tun.
Belangloser Schleich-Abstecher
Die erste Herausforderung ist es, den Vorbesteller-DLC nach dem Spielstart zu finden. Denn Desperate Measures fügt sich nicht als Nebenmission in die Hauptstory ein; stattdessen wird der Extra-Auftrag unter dem Punkt "Jensens Storys" separat aus dem Hauptmenü gestartet. Damit einher geht auch der größte Kritikpunkt an Verzweifelte Maßnahmen: Der DLC kann jederzeit ausgeführt werden, er funktioniert wie ein Standalone und ihr dürft weder Ausrüstung noch Skills eures in der Kampagne gespielten Adam Jensen in die neue Mission übernehmen.
Quelle: PC Games
Das Leveldesign im DLC Verzweifelte Maßnahmen orientiert sich am Hauptspiel und recycelt einige Elemente aus der Kampagne.
Ebenfalls demotivierend: Statt wie im Hauptspiel die Stadt Prag zu erkunden und den Einsatz dynamisch zu starten, steckt euch Eidos Montreal in eine lineare Mission, die euch nie frei durch die tschechische Metropole laufen lässt, sondern euch zu Beginn stattdessen von einer Zwischensequenz zur nächsten scheucht. Dabei führt ihr ganze drei Gespräche mit uninteressanten NPCs. Entscheidungsmomente gibt es im Verlauf dieser Dialoge keine.
Schließlich landet ihr in einem abgegrenzten Missionsgebiet: In der örtlichen Niederlassung der Sicherheitsfirma Tarvos Security Services soll Jensen nach Indizien dafür suchen, dass Tarvos Beweismittel zerstört hat. Denn die Sicherheitskameras am Prager Bahnhof, der zu Beginn des Spiels Schlauplatz eines Terroranschlags ist, wurden manipuliert. Um die Wahrheit zu erfahren, schleicht Jensen an reihenweise Gegnern und Kameras vorbei, um einen verdächtigen Leutnant zur Rede zu stellen.
Die Mission dauert für erfahrene Deus Ex-Spieler ungefähr zwischen 30 und 60 Minuten, Desperate Measures hat damit einen vergleichsweise mickrigen Umfang. Zumal anders als im Hauptspiel Mankind Divided die Motivation zum Aufstöbern alternativer Routen und versteckter Gegenstände gering ist: Alle Verbesserungen am eigenen Charakter sind später ja eh wieder futsch! Einzig künftige DLCs könnten eure in "Jensens Storys" gemachten Fortschritte erneut abrufen - Deus Ex: Mankind Divideds Season Pass listet bereits zwei weitere DLC-Einsätze auf.
Quelle: PC Games
Die Größe des DLC-Levels ist wenig beeindruckend; selbst langsame Spieler sind spätestens nach einer Stunde durch.
