Die Missionen bieten nicht ganz so viel Abwechslung wie in GTA, sind aber dennoch sehr unterhaltsam und gut inszeniert. Störend fallen hier nur teilweise sehr lange Wege zwischen den Missionspunkten auf, ansonsten gibt es nichts zu beanstanden. Während sich Ihre Widersacher meist sehr clever verhalten, Deckung suchen und Sie aus verschiedenen Richtungen angreifen, bekommen Sie kleine Aussetzer - wie zum Beispiel dass sich eine Spielfigur so ungünstig platziert, dass Sie nicht mehr durch eine Tür laufen können - nur selten zu Gesicht.
Ansprechende Technik
Auch wenn die Framerate gelegentlich leicht ins Stocken gerät, einige Straßenzüge etwas leblos wirken und Objekte in der Ferne hin und wieder unschön aufpoppen, trösten die spektakulären Effekte bei Explosionen und hervorragend gestaltete Charaktere darüber locker hinweg. Die Stadt wurde im Großen und Ganzen sehr schön in Szene gesetzt und wirkt dank vieler Passanten und Fahrzeuge lebendig.
In den aufwendigen Zwischensequenzen wird offensichtlich, wie viel Mühe die Programmierer aufbrachten, um den Figuren Emotionen ins Gesicht zu zaubern. Zur gelungenen Atmosphäre trägt außerdem noch die Sprachausgabe mit den Originalsprechern bei, was sowohl für die englische als auch für die deutsche Fassung des Spiels gilt. Ebenso wurden neben den Songs des Film-Soundtracks neu komponierte Stücke sehr stimmig mit ins Spiel integriert und sorgen für eine geniale Gangsterstimmung.
Insgesamt liefert EA mit Der Pate ein sehr gutes Spiel ab, das aber bei weitem nicht an das Vorbild aus dem Hause Rockstar herankommt. Dennoch trösten die geniale Atmosphäre, die packende Story und die solide Technik über Schwächen und den kurzen Story-Modus hinweg und bescheren EAs ambitioniertem Gangs-ter-Epos die Hit-Auszeichnung.
