Erst die Arbeit ...
Hier ist ein Bogenschütze unabdingbar. Die Hauptmänner müssen von den Wachtürmen geschossen werden.
Natürlich hat vor allem eines die Neugierde auf EAs neueste Versoftung des beliebten Fantasy-Stoffs geschürt: die Möglichkeit, die Geschichte umzuschreiben und aufseiten Saurons in die Schlacht zu ziehen. So ist der Story-Modus des Spiels auch in zwei separate Kampagnen unterteilt. In "Der Ringkrieg" spielt ihr die bekanntesten Schlachten der Saga nach, wobei sich das Spiel stark an Peter Jacksons Filmtrilogie orientiert. So sind die Zwischensequenzen mit etlichen Ausschnitten aus dieser versehen und auch die Schauplätze erinnern an das Leinwandvorbild. Nach dem Tutorial, in welchem ihr Saurons Niederlage in der Schlacht von Gorgoroth herbeiführt, geht es mit der Verteidigung von Helms Klamm weiter. Isengart, die Minen von Moria, Osgiliath, Minas Tirith, die Pelennor Felder, das Schwarze Tor; an all diesen bekannten Orten könnt ihr euch mit Horden von Gegnern kloppen. Erwähnenswert ist die Schlacht von Minas Morgul, da diese weder in den Büchern noch in den Filmen vorkommt.
... dann das Vergnügen!
Habt ihr die Spezialfertigkeit „Flamme der Raserei“ aktiviert, kämpft es sich ein wenig leichter.
Da die Götter Schweiß und Schmerz vor jede Form der Freude setzten, haben sich die Entwickler einen ganz besonderen Clou für Der Herr der Ringe: Die Eroberung einfallen lassen. Um die Kampagne "Saurons Aufstieg" spielen zu können, müsst ihr zuvor den kompletten Ringkrieg absolviert haben. Die "böse" Kampagne ist dann aber auch ein Leckerbissen für Fans. Nachdem in einer kurzen Zwischensequenz gezeigt wurde, wie Frodo den Verlockungen des Ringes verfällt, dürft ihr einen Nazgûl spielen und das mächtige Artefakt zurückholen. Darauf folgen sechs weitere Missionen, in denen ihr unter anderem in den Genuss kommt, als Balrog oder Sauron selbst in den Kampf zu ziehen, viele, viele Hobbits zu töten und schlussendlich das Auenland zu zerstören. Problematisch ist jedoch, dass sich das Gameplay der beiden Kampagnen in keiner Weise unterscheidet. Auch die Charakterklassen der Gegenseite spielen sich identisch mit denen der Guten.
Bildergalerie
Mittelmaß mit Lizenz
Für Fans der Saga bietet Der Herr der Ringe: Die Eroberung sicherlich einige tolle Momente, vor allem natürlich in der Sauron-Kampagne. Alle anderen sehen sicher nicht so wohlwollend über mangelnde Abwechslung, Tiefgang und Balanceschwierigkeiten hinweg. Eingefleischte Herr der Ringe-Jünger müssen wir aber darauf hinweisen, dass sie sich über einige ziemlich fragwürdige Design-Entscheidungen ärgern werden. So ertrinkt eure Spielfigur beispielsweise in wirklich jedem noch so seichten Gewässer. Ob ihr euch das Erlebnis, im Auenland mit Sauron in einem Bach zu ertrinken, wirklich antun wollt, solltet ihr euch gut überlegen.
