Der pelzige Held besteht sein erstes Solo-Abenteuer
Das witzige Jump & Run strotzt vor Abwechslung und lässt sich prima steuern.
Freunde des gepflegten Jump & Run erinnern sich bestimmt noch an Jak and Daxter: The Precursor Legacy auf der PS2, das vor etwa fünf Jahren mit blitzsauberer Optik und hervorragender Spielbarkeit begeistern konnte. Die nachfolgenden Teile rückten dann eher den zweibeinigen Hauptdarsteller Jak in den Vordergrund, während Daxter als niedlicher Gehilfe weiterhin für die Lacher und Gags zuständig war. Nun bekam der so genannte Ottsel (eine fiktive Mischung aus Wiesel und Otter) tatsächlich sein eigenes Spiel spendiert - und zwar exklusiv für die PSP!
Held sucht Job
Die Hintergrundgeschichte des Spiels macht die Ereignisse zwischen den Titeln Jak and Daxter und Jak II zum Thema. Jak ist verschollen und Daxter befindet sich auf der Suche nach ihm. Ganze zwei Jahre verbringt der einsame Fellhaufen dabei in Haven City und um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, nimmt er einen Job als Kammerjäger an.
Prompt bekommt Daxter zu Beginn des Spiels seine erste Waffe in die Pfote gedrückt: Eine elektrisch geladene Fliegenklatsche. Im späteren Verlauf gerät er sogar an eine Kanone, die ein wirksames Insektizid verschießt. Ein Flammenwerfermodus sorgt dafür, dass die freche Schädlingsplage dem süßen Helden nicht zu nahe kommt. Die Waffe bietet darüber hinaus mit der Hover-Funktion ein weiteres innovatives Feature: Daxter kann das Teil auf Knopfdruck als Fluggerät missbrauchen, um Abgründe zu überwinden.
Umfangreiches Abenteuer
Größere Gegner werden durch die praktische Waffe betäubt und können dann wesentlich leichter ausgeschaltet werden.
Im Kriechmodus krabbelt Daxter auf allen Vieren und kann beispielsweise durch kleine Lücken in den nächsten Levelabschnitt gelangen. An bestimmten Stellen ist es möglich, sich senkrecht die Wände hochzuhangeln und um die ausladenden Gebiete schneller zu durchqueren, stehen verschiedene Hovercrafts zur Verfügung. Während der Action sehen Sie Daxter über die Schulter, mit den Schultertasten dürfen Sie dabei die Kamera schwenken.
Übrigens gibt es auch einen Ego-Modus, der allerdings nur zum Umschauen vorgesehen ist - der Held steht dabei nämlich still und kann lediglich die fantastische Umgebungs-Optik bewundern. Daxter läuft weitgehend stabil mit 30 Bildern pro Sekunde und bietet wunderschöne und abwechslungsreiche Jump&Run-Landschaften. Witzig animiert bewegt sich der geschickte Ottsel durch die Gegend und bezaubert durch beeindruckende Details, wie das realistisch dargestellte Fell.
Dank der gelungenen Steuerung ist es eine wahre Freude, durch die Areale zu hüpfen und der Insektenhorde den Garaus zu machen. Ein launiger Zweispielermodus, bei dem Sie gefangene Bugs gegeneinander antreten lassen können, rundet den glänzenden Gesamteindruck ab und macht das Game zum Pflichtkauf für alle Hüpfspielbegeisterten.
