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Die härteste Rallye der Welt. Selbst von den ungestümsten Fahrern gefürchtete Strecken, seien sie durch Wüsten, Steppen oder Savannen. Jetzt dürfen Sie das Steuer übernehmen. Und auch Sie sollten sich fürchten. Vornehmlich vor der Steuerung Ihres Gefährts. Die ist nämlich so unpräzise geraten, dass Sie des Öfteren ungewollte Erkundungstouren ins Dickicht unternehmen. Zwar kann man sich nach einer gewissen Einspielphase an die Steuerung gewöhnen, bis es aber so weit ist, haben Sie das Spiel bereits durch. Nach etwa einer Stunde stehen Sie auf dem Siegertreppchen der Rallye Paris-Dakar, die auf dem Bildschirm gar nicht so hart rüberkommt. Und dann ist die Luft auch schon raus. Sowohl aus Ihren Reifen als auch aus dem Spiel. Viel bietet der Titel nämlich nicht, was ein mehrmaliges Spielen rechtfertigen würde. Sie können zwar lizenzierte Fahrzeuge freispielen, im Endeffekt fahren sich aber alle gleich. Das ändert weder das Feintuning Ihrer Boliden, das Sie vor jedem Rennen auf die Strecke vornehmen dürfen, noch das physische Schadensmodell, das sich beim Fahren kaum bemerkbar macht.
Ein Easy Rider in der Wüste
Ein Totalausfall ist der Titel aber dennoch nicht. Die Strecken sind abwechslungsreich und durchaus gelungen. Diese dürfen Sie übrigens am Steuer eines von drei Fahrzeugtypen unsicher machen. Zur Auswahl stehen Geländewagen, Trucks und Motorräder, die aber leider nicht allzu überzeugend dargestellt werden. Die Wagen wirken klobig und über die "Animationen" der Motorradfahrer würden wir gerne den Mantel des Schweigens breiten. Die sitzen nämlich so steif auf ihrem zweirädrigen Gefährt, als würden sie in bester Easy Rider-Manier mit 30 km/h durch die Innenstadt tuckern. Überhaupt bietet der Titel grafisch nur Durchschnitts-Kost. Dakar 2 erinnert eher an einen grafisch guten PSone-Titel als an ein PS2-Spiel. Auch der äußerst durchwachsene Zweispielermodus kann das Spiel nicht mal in die Nähe der Poleposition steuern.
