Conflict: Denied Ops

Test

Nur gemeinsam sind wir stark!

Mit Denied Ops, dem fünften Titel der Conflict-Serie, wirft Entwickler Pivotal Games viele charakteristische Spielelemente über Bord. Anstatt eines Third-Person-Taktik-Shooters liefern die Engländer einen geradlinigen Ego-Shooter, der in erster Linie auf das kooperative Vorgehen der beiden Protagonisten setzt. Dennoch ist eines gleich geblieben: Sie werden wie immer in die bedrohlichsten Krisenherde des Conflict-Universums geworfen.
Conflict: Denied Ops - Rettung in höchster Not: Die 
Flugunterstützung holt die Agenten raus. Conflict: Denied Ops - Rettung in höchster Not: Die Flugunterstützung holt die Agenten raus.
Dieses Mal schlüpfen Sie allerdings in die Haut der beiden Charaktere Reggie Lang und Lincoln Graves, welche die Welt vor einem atomaren Krieg bewahren sollen. Dafür müssen Verbrecher-organisationen ausgelöscht, geheime Daten gesichert, gefährliche Personen eliminiert und auch sonst überraschend abwechslungsreiche Aufträge absolviert werden. Die beiden Soldaten ergänzen sich dabei perfekt. Während Lang, mit MG bewaffnet, der Mann fürs Grobe ist, geht Graves eher vorsichtig vor. Sein Scharfschützengewehr leistet ihm dabei perfekte Dienste.

Die Story-Details sind während Ihres Auftrages meist nicht wichtig, Ihnen wird jederzeit dank eines Punktes auf dem Bildschirm angezeigt, wo Sie als Nächstes hinmüssen und was dort zu tun ist. Auf dem Weg zu Ihren Zielen stolpern Sie natürlich über jede Menge Gegner, die Ihnen an den Kragen wollen. Auf dieser Ebene folgt Conflict: Denied Ops weitgehend den gängigen Regeln aller Ego-Shooter. Spielerisch interessant wird es allerdings bei der Koop-Komponente.

Auch allein kooperativ

Sollten Sie einen Bekannten an der Hand haben, entweder in Ihrer Bude oder über Xbox Live, spielt Denied Ops seine Stärken aus. Mit einem menschlichen Mitspieler macht das Ausheben der Verbrecherbasen besonders viel Spaß, auch wenn man ab und zu kleine Wartezeiten aussitzen muss. Sind Sie solo unterwegs, übernimmt der Computer den jeweils anderen Charakter. Sie dürfen aber jederzeit die Person wechseln und dem Kollegen Befehle geben, wo er sich positionieren soll. Das funktioniert ganz gut, und dennoch muss man die Frage stellen, ob das Spielgeschehen nicht einfacher gewesen wäre, würde man im Solo-modus nur einen Charakter befehligen.
Conflict: Denied Ops - Diesen Wissenschaftler brauchen Sie, um Atombomben zu entschärfen. Conflict: Denied Ops - Diesen Wissenschaftler brauchen Sie, um Atombomben zu entschärfen.
So wirkt es auch allein manchmal ein wenig sperrig, vor allem, wenn Sie oftmals Ihren Kollegen erst zu sich rufen müssen, bevor Sie weitergehen können - ohne ihn bleiben Sie sonst an manchen Stellen stecken. Technisch ist Conflict: Denied Ops durchaus auf der Höhe der Zeit. Dennoch haben die Entwickler vor allem beim Spieldesign ein klein wenig gepatzt.

Die vielen Gegner erweisen sich als äußerst widerstandsfähig, 15 Kugeln aus einer schweren MG stecken die Schergen selbst auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad weg, und auch das Scharfschützengewehr verlangt für eine tödliche Kugel einen absolut präzisen Kopfschuss oder drei bis fünf Treffer. Ihr Soldaten­leben wird zusätzlich durch die extrem langsame Steuerung erschwert. Dadurch ist Conflict: Denied Ops nur für die interessant, die Call of Duty 4 schon satthaben oder Rainbow Six nicht mehr sehen können.

Wertung zu Conflict: Denied Ops (X360)

Wertung:

80 /10
Pro & Contra
Abwechslungsreiche AufgabenInteressante Team-KomponenteVielfältige Locations
Träge SteuerungMiese Dialoge
Fazit

Gute Ideen und eine solide Technik gleichen
die spielerische Trägheit leider nicht aus.

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk