Castlevania: Portrait of Ruin

Test

Das stimmungsvolle Action-Adventure läuft auf dem DS erneut zur Hochform auf!

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Wir schreiben das Jahr 1944. Der zweite Weltkrieg ist gerade in seiner blutigsten Phase. Wie aus dem Nichts taucht ein dämonisches Schloss auf, dessen Besitzer kein Geringerer als Graf Dracula ist. Doch nicht er ist es, der die schlechten Zeiten für seine Zwecke ausnutzen will: Der üble Vampir Brauner verfolgt seine eigenen dunklen Ziele. Überall im Gemäuer hat er magische Gemälde versteckt, die seine Macht vergrößern. Dabei handelt es sich um Portale durch Raum und Zeit. Jonathan Morris und seine Freundin Charlotte Aulin machen sich auf, dem finsteren Fürsten Einhalt zu gebieten. Mit den neuen Hauptfiguren kehrt die beliebte Adventure-Reihe wieder zu ihren Wurzeln zurück, denn die Familie Morris steht in Verwandtschaft zu dem Helden des allerersten Castlevania-Spiels für das NES: Simon Belmont.

Ein Schritt zurück

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Castlevania: Portrait of Ruin setzt auf Altbewährtes: Soma Cruz, der zwielichtige Held von Aria of Sorrow und Dawn of Sorrow ist Geschichte, denn der neue Teil spielt zeitlich weit vor dem DS-Erstling. Auch das Gameplay orientiert sich wieder etwas mehr an den Abenteuern, in denen noch die Familie Belmont die Peitsche in der Hand hielt. Jonathan schlägt sich gemeinsam mit der (be)zaubernden Charlotte durch das Schloss, löst Rätsel und kämpft gegen Monsterhorden. Für jedes erledigte Monster bekommen sie Erfahrungspunkte und steigen in ihren Status-Levels. Die Aufwertung der Fähigkeiten erfolgt automatisch. Bei einem geschäftstüchtigen Geistlichen lassen sich zudem Items, Karten, Waffen und Ausrüstungen erwerben, die eure Fähigkeiten noch zusätzlich verbessern.

Das gelungene Seelen-System aus Dawn of Sorrow, bei dem sich Soma die Attacken besiegter Kreaturen zu Eigen machte, ist leider nur mehr im Ansatz vorhanden. Gegner hinterlassen nun manchmal Items, mit denen Charlotte Monster-Angriffe als Sekundärattacke einsetzen kann. Die Inszenierung und die Ausführung waren bei Dawn of Sorrow jedoch etwas besser. Als Ausgleich gibt es jetzt aber die Möglichkeit, euch von dem hilfreichen Gespenst Eric auf Sidequests schicken zu lassen. Löst ihr diese, gibt es neue Attacken und Gegenstände. Außerdem erlernt Jonathan im Zuge der Missionen spezielle Angriffs-Combos. Diese Quests sind abwechslungsreich gestaltet und motivierend.

Teamplay statt Touchscreen

BILD: N-ZONE BILD: N-ZONE Die umstrittene Haupt-Innovation von Dawn of Sorrow hat es glücklicherweise nicht in Portrait of Ruin geschafft: Den Touchscreen benutzt ihr diesmal so gut wie nie. Keine Aktion ist zwingend mit dem Stylus zu lösen, hektisches Zeichnen von magischen Siegeln bleibt euch bei den Bosskämpfen erspart. Nur im Menü und in den Bonus-Games kommt der Touchpen auf Wunsch noch zum Einsatz.

Doch auch im neuen Castlevania-Teil gibt es Neuerungen. Diesmal könnt ihr entweder als Jonathan oder als Charlotte spielen und euren Partner nur für kurze Angriffe herbeirufen, indem ihr die R-Taste drückt. Oder ihr scheucht beide gleichzeitig über den Bildschirm. Ihr bewegt nur eine Figur, die andere agiert selbstständig und greift automatisch an. Dabei könnt ihr jederzeit zwischen ihnen wechseln. Einige Rätsel erfordern sogar den geschickten Einsatz von Jonathan und Charlotte. Deren Zahl und ihr Anspruch halten sich jedoch in Grenzen. Teamplay ist vor allem bei den zahlreichen Bosskämpfen gefragt, denn unsere Helden verfügen auch über kräftige Gemeinschafts-Angriffe. Gewaltige Blitze oder tausend Klingen, die auf einmal auf eure Kontrahenten geschossen werden, lassen eure Feinde erzittern.

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