Wer suchet,der findet
Ein Minuspunkt des Spiels sind die extrem langen Laufwege. Da man die neuen Fähigkeiten der Unschuldsteufel nur an Punkten einsetzen kann, die schon weiter zurückliegen, ist man gezwungen, Raum um Raum neu zu durchwandern. Zwar gibt es Teleporterstationen, diese sind jedoch eher spärlich gesät. Und wie gewohnt ist die Spielwelt enorm groß geraten, was das Gerenne manchmal zu einer Tortur werden lässt.
Für diese nervliche Belastung entschädigen dann jedoch die bildschirmfüllenden Zwischenbosse. Wie von der Serie gewohnt, stellen diese einen Höhepunkt des Spiels dar. Riesige Feuerdrachen, meterhohe Steingolems und angriffslustige Wasserschlangen machen einem das Leben schwer und sind ein optischer Augenschmaus. Bei den Bosskämpfen ist wie immer taktisches Vorgehen gefragt; wer blind drauflosknüppelt, sieht schneller den Game-over-Bildschirm, als ihm lieb ist.
Knick in der Optik
Wie schon im Vorgänger hat Konami das 2D-Spielprinzip der Serie in ein schickes 3D-Gewand gepackt. So sieht man den weißhaarigen Helden aus der Third-Person-Pespektive, wobei die Kamera nicht wie bei artverwandten Spielen fest platziert ist, sondern nach Belieben gedreht werden kann. Leider kann die Grafik trotz einer flüssigen Darstellung nicht mit dem kurzweiligen Gameplay mithalten.
In Zeiten eines Devil May Cry 3 sind eintönige Dungeonverläufe und verwaschene Texturen einfach nicht mehr State of the Art. Einzig die hervorragend inszenierten Zwischensequenzen werden zeitgemäß präsentiert und überzeugen mit witzigen Wortgefechten der zwei Erzrivalen. Die teilweise sehr poppigen Musikstücke fügen sich sehr gut ins Bild und untermalen den Kampfeslärm gekonnt mit flotten Beats oder sphärischen Klängen.
