Call of Duty: Modern Warfare 2 im Multiplayer-Test - ein äußerst holpriger Start
Test
Seit dem 28. Oktober ist Call of Duty: Modern Warfare 2 nun für alle auf PC und Konsolen spielbar. Nach der gelungenen Kampagne haben wir uns in den Multiplayer gestürzt und stellen fest: MW2 spielt sich zwar gut, ist aber unfertiger als der Berliner Hauptstadtflughafen vor zehn Jahren.
Nach der Kampagne ist vor dem Multiplayer: Im Falle von Call of Duty: Modern Warfare 2 trifft das perfekt zu. Durch den Early-Access-Zugang für Vorbesteller konnten wir uns zunächst durch die Story kämpfen, ehe wir nun ausgiebig den Mehrspielermodus unter die Lupe genommen haben. Während uns die Missionen von Captain Price, Ghost, Soap und Co. aufgrund des Abwechslungsreichtums noch ausgesprochen gut gefielen, enttäuscht der Multiplayer des Shooters von Infinity Ward und Activision bisher in einigen Punkten.
Zwar sehen wir das Potenzial, das in MW2 steckt. Gunplay und neue Spielmodi funktionieren nämlich größtenteils recht gut, doch der Titel kämpft mit anderen Problemen, die den Spielspaß insgesamt deutlich trüben. Wir könnten mit unserem Multiplayer-Check noch ein paar Wochen warten, denn wir sind uns sicher, Modern Warfare 2 wird in die Phase kommen, in der es rund läuft. Doch nachdem das Spiel am 28. Oktober offiziell erschienen ist und alle Spieler ein Anrecht auf eine fertige Release-Version haben, bewerten wir den Mehrspielermodus auch als solche. Und diese Version schwächelt noch massiv.
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Fehlende Inhalte
Quelle: PC Games
Die Feuereffekte wurden seit der Beta ein wenig zurückgeschraubt. Die Sichtbarkeit der Gegner bleibt also auch im Kampf sehr gut.
Die Kampagne überzeugte durch eine gehörige Abwechslung und dadurch großen Spielspaß. Der Umfang des Multiplayer-Parts wirkt dagegen derzeit noch wie ein Update der Beta. Durchstöbern wir einmal das Hauptmenü, mangelt es dem Spiel an allen Ecken und Enden an Content.
Da ist zunächst einmal das Fehlen des bereits vor Release heftig diskutierten Hardcore-Modus. In MW2 soll dieser nämlich in "Tier 1" umbenannt werden. Zu finden ist der Spielmodus, den Realismus-Freunde aufgrund der geringeren Gesundheit und des eingeschränkten HUDs gerne zocken, im Spiel jedoch nicht.
Mittlerweile gaben Activision und Infinity Ward zwar bekannt, dass Tier 1 am 16. November gemeinsam mit Warzone 2.0 und der ersten Season erscheinen soll, doch ein wenig wundern wir uns schon darüber, warum ein Modus, der jahrelang ein Teil der Online-Erfahrung von Call of Duty war, plötzlich nicht mehr in der Liste zu finden ist.
Richten wir ein privates Spiel mit unseren eigenen Spielregeln ein, können wir den Hardcore-Modus sogar aktivieren. Nur die Entwickler selbst wissen wahrscheinlich die wahren Gründe der aktuellen Abwesenheit.
Quelle: PC Games
Das Gameplay im Wasser bringt eine neue Facette in den Multiplayer. Allerdings gibt's derzeit nur eine Map, auf der wir schwimmen können.
Auch Bestenlisten, Herausforderungen und unsere Kampfhistorie, in der wir Waffen miteinander vergleichen, vermissen wir komplett. Es lassen sich lediglich über ein umständliches Menü Clantag, Visitenkarten und Embleme einstellen.
Vor allem die fehlenden Herausforderungen stören, schließlich sorgen diese gerade in der Startphase eines jeden Call of Duty für eine gehörige Portion Motivation. Durch die Challenges schalten wir normalerweise Visitenkarten, Embleme und Erfahrungspunkte frei. Bisher sind jedoch nur drei tägliche Herausforderungen verfügbar. Das ist doch ganz schön enttäuschend.
Wenige, aber abwechslungsreiche Maps
Auch die Anzahl der Karten fällt deutlich geringer aus als im direkten Vorgänger. Lediglich zehn 6-gegen-6-Maps gibt's derzeit in der Rotation. Dazu gesellen sich noch drei reine Bodenkrieg- und Invasion-Maps und vier erweiterte 6-gegen-6-Karten. In Call of Duty: Vanguard standen uns dagegen von Beginn an ganze 16 Stück zur Auswahl.
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