Call of Duty: Modern Warfare 2 im Test: Eine Ode an die Vergangenheit - Seite 3

Test Michael Grünwald
Call of Duty: Modern Warfare 2 im Test: Eine Ode an die Vergangenheit - Seite 3
Quelle: Activision

Mit Call of Duty: Modern Warfare 2 steht der neue Shooter von Infinity Ward und Activision in den Startlöchern. Wir haben die Kampagne von MW2 getestet.

Von Realismus sind wir zwar noch weit entfernt, aber CoD schlägt eindeutig eine immersivere Spielerfahrung ein als noch vor einigen Jahren. Zu den Höhepunkten zählen neben den Stealth-Missionen mittlerweile die Hausinfiltrationen à la "Clean House" aus dem Modern-Warfare-Reboot. Denn davon gibt's auch in MW2 einige.

Unangefochtene Nummer eins

Die Kampagne von Modern Warfare 2 besteht aus insgesamt 17 Missionen. Für einen Durchlauf benötigten wir in etwa sieben bis acht Stunden, was absoluten Call-of-Duty-Standard darstellt. Das trifft auch auf das Gunplay zu. Denn das Waffenhandling von CoD ist nach wie vor ungeschlagen im Shooter-Bereich. Vor allem Konsolennutzer kommen mit der Gamepad-Steuerung in MW2 wieder voll auf ihre Kosten. Doch auch auf dem PC mit Maus und Tastatur lässt sich der neueste Teil der Reihe tadellos spielen. Laufen, Springen, Zielen und Feuern funktioniert so reibungslos, jeder Neueinsteiger braucht nur wenige Missionen, um die verschiedenen Waffen in den Griff zu bekommen. Diese spielen sich wie gewohnt komplett unterschiedlich. Während wir mit Schrotflinten und leichten Maschinengewehren mit Rückstoß und Gewicht kämpfen müssen, haben wir es mit Pistolen und MPs deutlich einfacher. Die sind aber im Gegenzug weniger tödlich.

Die Waffen sehen ebenfalls sehr detailliert aus, doch leider fehlen den meisten Knarren ihre Originallizenzen. In vorherigen Teilen der Reihe war das noch anders. Quelle: PC Games Die Waffen sehen ebenfalls sehr detailliert aus, doch leider fehlen den meisten Knarren ihre Originallizenzen. In vorherigen Teilen der Reihe war das noch anders. Ein wenig schade ist es, dass viele der Wummen nicht mehr ihre Originallizenzen besitzen. So wird aus der MP5 die Lachmann MP und aus der AK47 die Kastov. Nur noch einige Waffen wie die M16 sind daher am Namen erkennbar. Für die Immersion ist das zwar nicht optimal, aber insgesamt verschmerzbar, solange das Gunplay auf diesem hohen Niveau bleibt.

Im negativen Sinne stagniert dagegen die KI. Aufgrund der ständigen Überzahl unserer Feinde ist Modern Warfare 2 zwar kein einfaches Spiel, doch an vielen Stellen laufen uns die Gegner nach wie vor relativ blind vor die Flinte.

In diesem Punkt sollten die drei verschiedenen Entwicklerstudios von Call of Duty in den nächsten Jahren auf jeden Fall nachbessern. Auf dem schwersten der vier zu Beginn auswählbaren Schwierigkeitsstufen agieren die NPCs nämlich auch nicht intelligenter, sondern haben nur besseres Aiming und eine schnellere Reaktionszeit.

Wasser marsch

Optisch sieht Modern Warfare 2 dagegen fantastisch aus. Egal, ob lineare oder weitläufige Areale, MW2 punktet mit einer Menge Detailreichtum. In den Zwischensequenzen fährt die Grafikpracht sogar noch mal eine Stufe nach oben. Da mussten wir manchmal schon zweimal hinblicken, ob wir nun Captain Price vor uns haben oder doch seinen Darsteller Barry Sloane.

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