Bullet Witch

Test Thomas Eder

Der Bosskampf auf dem Flugzeug wurde sehr spektakulär inszeniert. Der Bosskampf auf dem Flugzeug wurde sehr spektakulär inszeniert. Ihre Nahkampffähigkeiten beschränken sich auf lediglich eine Schlagattacke, mit der Sie Gegner immerhin recht flott ausschalten können. Das Missions­design bietet bis auf die Bosskämpfe nur wenig Abwechslung - nach Rätseln halten Sie vergeblich Ausschau und ballern beziehungsweise zaubern sich stattdessen unter anderem durch die Straßen eines von Dämonen verwüsteten Vororts, eine Militärbasis oder einen Flughafen. Für Ihre Erfolge werden Sie mit Punkten belohnt, dank derer Sie Alicias Zauberfähigkeiten oder Waffen verbessern, was sich leider nur kaum spürbar auswirkt.

Die Gegner-KI wurde seitens Ataris zwar etwas aufgebohrt, doch wirklich clever verhalten sich Ihre Feinde nicht. Immerhin sind diese bereits auf der leichten Schwierigkeitsstufe recht aggressiv, bewegen sich viel oder versuchen Sie zu umzingeln.

Steuerung und Kameraführung wurden ebenfalls für die europäische und amerikanische Fassung überarbeitet und bieten wenig Grund zur Kritik; lediglich das Buttonlayout und der Einsatz der Zauberfähigkeiten erscheinen anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

An der Technik wurde zwar auch gefeilt, doch wirken einige Abschnitte - vor allem im Inneren von Gebäuden oder in unterirdischen Gängen - trotz besserer Texturen immer noch wie ein Spiel für die alte Xbox. Im Gegensatz dazu sehen die Außenbereiche dank netter Schatten und einigen schönen Lichteffekten sehr ordentlich aus, auch wenn sie nicht unbedingt für Staunen in den Reihen der grafisch mittlerweile doch recht verwöhnten Xbox-360-Spieler sorgen werden.

Die Zwischensequenzen, in denen die etwas abgefahrene, aber stets unterhaltsame Story von Bullet Witch erzählt wird, sehen ebenfalls gut aus und geben keinerlei Anlass zur Kritik. Dasselbe gilt für die akustische Untermalung - die Musik passt sehr gut zur Action auf dem Bildschirm und trägt positiv zur leicht düsteren Atmosphäre des Spiels bei. Nicht ganz so gut, aber immerhin überdurchschnittlich sind den Entwicklern die Soundeffekte und die Sprachausgabe gelungen.

Erstere klingen teilweise, wie zum Beispiel die Schrotflinte, etwas dünn - die Sprachausgabe wiederum leidet ein wenig darunter, dass die Ausrufe sich nach einiger Zeit doch recht oft wiederholen. Gesellige Spielernaturen werden einen Mehrspieler-Modus vermissen und auch die Xbox-Live-Unterstützung beschränkt sich auf herunterladbaren Content und Ranglisten.

Doch trotz einiger mehr oder weniger offensichtlicher Mängel bietet Bullet Witch gute Unterhaltung, sofern der Spieler lieber den Abzug als sein Köpfchen benutzt. Wer also auf unkomplizierte Balleraction steht und sich von den von uns genannten Kritikpunkten nicht abschrecken lässt, wird seine Freude mit dem Spiel haben, während Technikfetischisten und sehr anspruchsvolle Spielernaturen doch lieber erst eine Proberunde vor dem Kauf spielen sollten.

Wertung zu Bullet Witch (X360)

Wertung:

72 /10
Pro & Contra
Technisch überarbeitetNetter Mix an Waffen und ZaubernGut inszenierte Bosskämpfe
Mittelmäßige TechnikWenig Abwechslung
Fazit

Technisch mittelmäßige Baller-Action mit ordentlichem, aber leider wenig abwechslungs­reichem Gameplay.

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