Brütal Legend-Review: Rocktober 2009 - Die Psychonauts-Macher um Tim Schafer setzen der Welt des Heavy Metal ein liebevolles Denkmal.
Roadies on the road
Quelle: videogaemszone.de
Brütal Legend - Fahren
Nach dem tollen Einstieg öffnet sich das Leveldesign und das Spielprinzip wird erkennbar: Eddie muss ein Team aus Widerstandskämpfern um sich scharen, um das Böse zu bezwingen. Dies tut er in den Hauptmissionen, die Eddie und sein Team einmal über eine große, frei erkundbare Insel führen. Anfangs müsst ihr eine Bande verzweifelter Headbanger aus einer Mine befreien und ihre Aufseher niederstrecken. Danach wagt ihr euch in eine Spinnenhöhle, wo ihr von den chromverzierten Monstern spezielle Fäden ergattern müsst, um einen magischen Bass zu bespannen. Und wenig später fetzt ihr mit eurer Karre durch die Landschaft und verteidigt dabei euren Tourbus - darin ist euer Team untergebracht - vor Angreifern. Diese Momente werden von vielen Zwischensequenzen begleitet, in denen gute deutsche Sprecher für reichlich Wortwitz sorgen - auch wenn sie gegen die englische Sprachausgabe keine Chance haben, die zum Glück ebenfalls auf der Disc enthalten ist! Tempo und Witz der Story lassen zum Spielende hin zwar etwas nach, doch selbst dann ist Brütal Legend noch ein abgefahrenes und einzigartiges Abenteuer.
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Brütal Legend - Team
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Brütal Legend - Killmaster
Sämtliche Missionen sind von einem grandiosen Soundtrack unterlegt: Über 100 Metal- und Rocksongs haben die Entwickler lizenziert und so in ihr Spiel eingebaut, dass sie die Hauptmissionen perfekt untermalen - man hat das Gefühl, als wären manche Levels speziell für einige Lieder entworfen! Bei so viel Atmosphäre sieht man auch gern darüber hinweg, dass sowohl die Kampf- wie auch die Fahrzeugsteuerung ruhig etwas präziser und griffiger hätte ausfallen dürfen. Und weil der Grafikstil so klasse umgesetzt wurde, verzeiht man auch gerne manch verwaschene Textur und kleinere Nachladeruckler.
Strategen an die front!
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Brütal Legend - Lionwhite
Die Hauptmissionen münden mehrmals in groß angelegte Schlachten, die wie ein Strategiespiel in einer Arena funktionieren: Ziel ist es, die eigene Konzertbühne zu verteidigen, während man die des Gegners zerstört. Eddie baut dazu über ein bequemes Ringmenü eine Vielzahl abgefahrener Einheiten, zum Beispiel Motorradrocker oder Roadies, die riesige Lautsprecher auf ihren Buckeln tragen. Diesen Truppen gibt man per Steuerkreuz simple Angriffs- oder Verteidungsbefehle, was in der Praxis aber nicht immer gut funktioniert - die Zielauswahl fällt oft zu ungenau aus. Damit man die Übersicht behält, kann sich Eddie mit Flügeln in die Luft schwingen und bei Bedarf selbst in die Schlacht eingreifen - vor allem seine Gitarren-Zauber können das Geschehen derart beeinflussen, dass die Bühnenschlachten insgesamt etwas zu leicht ausfallen. Allerdings sind sie ohnehin eher ein Trainingsprogramm für den Mehrspielermodus, in dem man nicht mehr gegen eine KI, sondern gegen echte Mitspieler antritt. Es gilt dabei das gleiche Prinzip, allerdings fordert es im Multiplayer deutlich mehr: Erst hier kommen die Stärken der verschiedenen Einheiten und das Einteilen der knappen Ressourcen richtig zum Tragen. Dennoch ist der Multiplayer ein eher kurzlebiger, da recht eintöniger Spaß, der aus unserer Sicht nicht die Faszination der Story-Kampagne besitzt.
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Brütal Legend - Schlachtruf
Erkundungstour
Wer sich stur auf die Hauptmissionen konzentriert, hat Brütal Legend in sechs bis acht Stunden durchgezockt. Dabei bietet das Spiel noch mehr: Zwischen jeder Bühnensschlacht dürft ihr die weitläufige Insel mit Eddies Höllengefährt frei erkunden, um eine Vielzahl an Secrets und freispielbaren Boni zu finden. Ihr entdeckt etwa wichtige Drachenstatuen, wodurch Eddies Lebenspunkte steigen. Oder ihr fördert verborgene Metal-Songs zutage, die ihr dann beim Autofahren nach Belieben anhören dürft. An jeder Ecke warten auch zahlreiche Nebenmissionen, die uns jedoch nur bedingt gefallen: Gegner verdreschen, Geschütze bedienen, Wettrennen fahren - so sehen fast alle Aufträge aus, das nutzt sich schnell ab.
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Brütal Legend - Stagebattle 02
Allerdings bekommt man für Secrets und Nebenmissionen sogenannten Feuertribut - das ist eine Währung, mit der Eddie sich neue Upgrades für Axt, Gitarre und Fahrzeug kaufen kann. Phänomenal: Die Verbesserungen kauft man in einer Schmiede, wo Ozzy Osbourne höchstpersönlich den überdrehten Verkäufer mimt! Seine Performance ist unschlagbar witzig und gelungen, zumindest im englischen Original. Auch andere Rockstars wie Lemmy Kilmister leihen ihre markanten Stimmen - und machen das mitreißende Heavy-Metal-Erlebnis so erst richtig komplett.
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