Bald ist es so weit: Am 8. August werden Sportler aus aller Herren Länder die Reise nach Peking antreten und ordentlich schwitzen, wenn es um das begehrte olympische Gold geht. Doch nicht nur den Topathleten wird dabei alles abverlangt, auch PS3-Sportler sollten sich besser warm machen: Mit Segas Beijing 2008 sind Sehnenscheidenentzündungen vorprogrammiert.
DABEISEIN IST ALLES
Herzstück des Spiels ist natürlich der Olympische Modus: Hier wählt ihr eure Nationalmannschaft und kämpft in 38 Disziplinen um Ruhm und Ehre. Trotz des großen Umfangs spielen sich einige Sportarten mehr oder weniger identisch oder stellen ein Upgrade dar: Turmspringen aus drei oder zehn Metern macht spielerisch keinen Unterschied. Dennoch, die große Disziplin-Anzahl beeindruckt, tun eurem Handgelenk aber keinen Gefallen. Während es in einigen Disziplinen spielerisch eher zahm zugeht (u. a. Tischtennis, Turnen und Judo), müsst ihr bei den schnelleren Veranstaltungen mächtig auf die Tasten hauen: Beim Schwimmen und Marathon müsst ihr abwechselnd die Kreis- und X-Taste so schnell wie möglich bearbeiten, um Fahrt aufzunehmen. Das funktionierte schon damals auf dem C64 prächtig (Summer Games/Winter Games), auf der PS3 aber kommt das Button-Mashing noch einen Tick unbarmherziger daher. Sport und Schmerz gehen eben Hand in Hand.
Zum Entspannen lädt das Turmspringen ein. Hier müsst ihr in Zeitlupe Kreisbewegungen nachahmen, um den perfekten Sprung hinzulegen. Diese Elemente ziehen sich durch die meisten Disziplinen in Beijing 2008, mal kombiniert, mal eigenständig. Aufgepeppt wird das ganze gelegentlich mit harmlosen Quick-Time-Events, wie beispielsweise beim Geräteturnen. Erschwert werden die Disziplinen durch eine schwammige Steuerung, die gerade beim Absprung vom Bock oder beim Hochsprung zu ungenau definiert ist.
Zwischen den Übungen dürft ihr euch als Trainer betätigen und nach erfolgreichen Spieltagen diverse Werte wie Präzision, Kraft und Müdigkeit verbessern. Offline legt ihr euch mit drei Freunden an, online zitieren gar bis zu acht Spieler den olympischen Gedanken: Dabei sein ist alles.
